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ABC-Ausrüstung
Die ABC-Ausrüstung besteht aus Maske, Flossen und Schnorchel.

Absorption (Schwächung)
Die Durchlässigkeit des Wasser für das Licht nimmt mit zunehmender Wasserschicht deutlich ab. Die Helligkeit wird geringer, weil die Intensität des Lichtes vom Wasser vermindert wird. Das Wasser absorbiert verschiedene Lichtfarben (verschiedene Wellenlängen) unterschiedlich stark. Rotes (langwelliges) Licht wird stärker absorbiert als blaues (kurzwelliges) Licht.

Abstürzen
Unkontrolliertes Absinken in die Tiefe.

Abtauchen
Die beste Methode abzutauchen ist, nach Entleeren der Weste auszuatmen und sich - Füße voran - absinken zu lasssen. So kann man die Partner am besten im Auge behalten. Über Kopf taucht man nur ab, wenn es schnell gehen soll oder wenn man zu bereits abgetauchten Partnern aufschließen will.

Abtrieb

Ist die Gewichtskraft eines eingetauchten Körpers größer als die des verdrängten Wassers, bleibt eine nach unten gerichtete Kraft übrig. Diese nennt sich Abtrieb bzw. ist die Gewichtskraft des eingetauchten Körpers größer, als die des verdrängten Wassers, so sinkt der Körper.

ACUC Europe

Abkürzung für American Canadian Underwater Certification.
Adresse: Burgo de OSMA, 2, E-28033 Madrid/Spanien, Tel. +34-1-7668412, Fax +34-1-7668651. In Kanada 1964 gegründet und dort beheimatet, hat der gewerblich orientierte ACUC ab Ende der 80er Jahre die internationale Bühne betreten. Sie ist Gründungsmitglied des ->RSTC Europe. Gleiches gilt für das ->DAN.

Adenosin-Tri-Phosphat

ATP ist die Hauptmasse der biologischen Energieformen (Eiweiß, Zucker und Fett sind nur die Energieträger). Bei der Abspaltung eines Phosphats (Adenosin-Tri-Phosphate zum Adenosin-Di-Phosphat) wird die Energie im Muskel frei. Aus dem Adenosin-Di-Phosphat wird danach durch Verbrennung von Glukose und Fett wieder das energiereiche Adenosin-Tri-Phosphat aufgebaut.

ADV-Jackets
siehe ->Jackets.

Alkohol
Entfaltet nach einer kurzandauernden stimulierenden Wirkung seine relativ lange andauernde narkotische Hauptwirkung. Vermehrter Alkoholkonsum am Abend bedeutet immer Tauchuntauglichkeit für den nächsten Vormittag oder gar den ganzen nächsten Tag, wobei natürlich dann absolute Alkoholabstinenz einzuhalten ist.

Alveolen
Lungenbläschen

Amonton-Gesetz
Der Druck einer konstanten Gasmenge nimmt je °C Erwärmung um 1/273 des Druckes bei 0 °C zu. ->Siehe Gay-Lussac

Angstzustände
Können bei Menschen mit entsprechender psychischer Labilität durch Beeinflussung der Lungen-Herz-Kreislaufsystems zu einem akuten Versagen führen.

Anis
Italienischer Tauchsportverband. Adresse: Via di Pietralata, I-00158 Roma/Italien, Tel. +39-6-4503300, Fax +39-6-4180436. Der Anis ist der italienische ->cedip Mitgliedsverband und ebenfalls Gründungsmitglied des ->RSTC Europe.

Anmp
Ist ein französischer Tauchsportverband. Adresse: 62, avenue des Pins du Cap, F-06160 Antibes -Juan les Pins/Frankreich, Tel. +33-93-614545, Fax +33-93-673493

Anker
Das Gewicht des Ankers ist reichlich der Fahrzeuggröße anzupassen. Zwischen Anker und ->Ankerleine müssen mindestens 4 bis 5 m Ankervorfach entsprechender Stärke sein. Für festen Grund braucht man einen Faltklapp- oder Schirmanker, für weichen Grund einen Plattenanker.

Ankerleine
Die Länge des ausgelegten Ankertaus sollte mindestens die dreifache Wassertiefe haben.

Anzüge
Werden aufgegliedert in ->Naßtauchanzug, Halbtrocken- und ->Trockentauchanzug.

Apnoe-Tauchen
Tauchen ohne Atemgerät.

Archimedisches Prinzip

Ein Körper verliert beim Eintauchen in eine Flüssigkeit soviel an Gewichtskraft, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeitsmenge wiegt.

Arterien
Sind definitionsgemäß nur solche Gefäße, die das Blut vom Herzen wegführen.

Arteriolen
Damit bezeichnet man kleinste, vor den ->Kapillaren gelegene ->Arterien, die durch Querschnittsveränderungen besonders kreislaufwirksam sind. Sie haben daher große Bedeutung bei der Blutdruckregulierung und beim ->Schock.

Atemluft
Sporttaucher benutzen ->PTGs, die mit komprimierter atmosphärischer Luft im allgemeinen bis 200 bar gefüllt werden.

Atemluft-Hochdruck-Kompressor-Anlagen
siehe Kompressor.

Atemminutenvolumen
Das von einem Menschen in der Minute benötigte Luftvolumen (nicht die ->Luftmenge) wird als AMV bezeichnet und in Liter pro Minute (l/min) angegeben - Atemzüge pro Minute mal Luftmenge pro Atemzug. Während die Luftmenge (bar l), die ein Taucher in der Minute benötigt, zusätzlich von der Tiefe abhängig ist, ist das AMV nicht von der Tauchtiefe abhängig, sondern nur von: Trainingszustand (Atemtechnik), körperliche Belastung (Arbeit), psychische Belastung (Angst).

Atemregler
Der Atemregler (Lungenautomat) reduziert den Druck der ->Druckluftflasche auf den ->Umgebungsdruck. Dies wird je nach Konstruktionsprinzip entweder in einer einzigen Stufe oder in zwei getrennten Stufen (->Erste Stufe und ->Zweite Stufe) erreicht. Um leichtes Atmen trotz des sich verändernden Flaschendrucks zu gewährleisten führen moderne Atemregler die Druckminderung in einem zweistufigen Prozeß durch. Die Luft strömt nicht konstant aus dem Atemregler. Der Luftstrom wird durch das Einatmen des Tauchers initiiert. Aus diesem Grund werden die modernen Atemregler auch als "Demand-System" bezeichnet. Die Luft wird in das umgebende Wasser ausgeatmet. Man nennt dieses System " offener Kreislauf".

Atemspende
Die Beatmung erfolgt ->Mund-zu-Nase oder ->Mund-zu-Mund.

Atemvolumina
Der Bedarf an O2 wird über Rezeptoren durch Änderung der Atemtiefe und Atemfrequenz reflektorisch (unwillkürlich) gesteuert. In Ruhe beträgt das Atemzugvolumen 500 ml bei einer durchschnittlichen Atemfrequenz von 10-17/min. Daraus resultiert ein ->AMV von 5 bis 8 l. Unter starker körperlicher Belastung und in Paniksituationen kann das AMV bis 150 l ansteigen. Aus der normalen Atemruhelage kann das Einatemvolumen zusätzlich um ca. 4 l vergrößert werden (inspiratorisches Reservevolumen) und ebenso können nach einer normalen Ausatmung noch zusätzlich 1 bis 1,5 l ausgeatmet werden (expiratorisches Reservevolumen). Die drei Größen Atemzugvolumen, inspiratorisches und expiratorisches Reservevolumen ergeben zusammen die maximal pro Atemzug ventilierbare Luftmenge (Vitalkapazität). Diese Größe ist allerdings von verschiedenen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Trainingszustand usw. abhängig. Auch nach vollständiger Ausatmung verbleibt noch ca. 1 l Luft in der Lunge zurück, das Residualvolumen. Vitalkapazität und Residualvolumen zusammen ergeben die Totalkapazität der Lunge.

Atmung
Unter Atmung versteht man die Vorgänge, die mit der Sauerstoffaufnahme und der Kohlendioxidabgabe in Verbindung stehen. Die drei Phasen der Atmung: 1. Phase: Äußere Atmung, 2. Phase: Transport durch das Blut, 3. Phase: Innere Atmung

ATP
siehe ->Adenosin-Tri-Phosphat.

Atrium
Herz-Vorhof.

Aufstieg
Bei allen Aufstiegen darf auf keinen Fall die Luft angehalten werden, sondern soll locker und kontinuierlich weitergeatmet werden. Neben der Kontrolle der Instrumente und Partner sollte der Taucher den Blick nach oben richten und sich dabei um die eigene Körperachse drehen, um Hindernisse über sich zu erkennen.

Aufstiegsgeschwindigkeit
Bei einem Aufstieg mit der Taucherweste aus 5 m Tiefe. Mit abnehmender Tiefe dehnt sich die Luft im Westenkörper durch den geringeren Umgebungsdruck aus. Dadurch wird der Auftrieb größer und die Aufstiegsgeschwindigkeit nimmt zu. Um das zu verhindern, muß entsprechend Luft aus der Weste abgelassen werden, und zwar durch das Mundstück, weil man hier feiner dosieren kann.

Aufstiegszeit
Netto-Zeit des Auftauchens, die sich aus Aufstiegsgeschwindigkeit und Tauchtiefe errechnet.

Auftauchzeit
Uhrzeit, in der wir die Oberfläche wieder erreichen.

Auftrieb
Ist die Gewichtskraft eines eingetauchten Körpers kleiner als die des verdrängten Wassers, bleibt eine nach obengerichtete Kraft übrig. Diese nennt sich Auftrieb.

Ausrüstung
siehe ->Tauchausrüstung.

Außenohr
Das Außenohr besteht aus der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang, der nach innen durch das Trommelfell abgedichtet ist. Dieser Abschnitt dient wie ein Trichter der Zuleitung der Schallwellen auf das Mittelohr.

Austarieren
Ist die Gewichtskraft eines eingetauchten Körpers gleich der des verdrängten Wassers, so schwebt der Körper im Wasser. Dies nennt man austariert oder im hydrostatischen Gleichgewicht.

Austauchen
Als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist ein durch Regeln festgelegter ->Aufstieg.

Austauchpausen
(Dekopausen) als Begriff auf der Dekompressionstabelle sind die Zeiten, die gemäß Tabelle auf den ->Austauchstufen zu verbringen sind.

Austauchstufen
Dekostufen) als Begriff auf der Dekompressionstabelle sind die Wassertiefen, in denen die ->Austauchpausen verbracht werden müssen.

Austauchtabellen
->Dekompressionstabellen.

Austauchzeit
Als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist die Summe eventueller ->Austauchpausen und den Zeiten für die Aufstiege mit 10 m/min. Als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist die gesamte bei einem Tauchgang unter Wasser verbrachte Zeit. Zeit vom Verlassen der Tauchtiefe bis zum Erreichen der Oberfläche inklusive aller Auftauchpausen.

Bänderung

Die ->Taucherweste muß mit einer Bänderung versehen sein, die einen sicheren Sitz am Taucher gewährleistet. Eine Kreuzbänderung ist am besten geeignet.
Die Bänderung soll das ->PTG auf dem Rücken so fixieren, dass es sich während des Tauchens nicht verschieben oder lösen kann. Sie sollte aus Schulter- und Bauchgurten oder Schulter- und Schrittgurten bestehen. Eine einhandbedienbare Schnellabwurfschnalle ist erforderlich.

Barakuda International Aquanautic Club

Adresse: Borbeckstr. 249, D-45255 Essen, Tel. +49-201-670049, Fax +49-201-681776
Barakuda gehört zu den führenden gewerblichen Organisationen in Mitteleuropa, ist ->RSTC-Mitglied und Mitinitiator und Gründungsmitglied der ->ITLA Potsdam.

Barotrauma
Das Wort ist zusammengesetzt aus den griechischen Worten tó trauma=die Wunde und tó báros=die Schwere, das Gewicht.
Der Begriff beinhaltet eine organ- bzw. gewebetypische Verletzung von lufthaltigen, starrwandigen und mehr oder minder flexiblen Körperhöhlen durch eine fehlende oder unzureichende Belüftung bei Änderung des ->Umgebungsdrucks und einen dadurch entstehenden Unterschied zwischen Innen- und Außendruck ( Kompressionskrankheit (Squeeze): Druckschädigung in oder an Hohlräumen des menschlichen Körpers). Druckdifferenzen in starren Hohlrämen erzeugen bereits ab 0,07 bar (entsprechend dem Druck einer Wassersäule von ca. 70 cm) eine Blutanschoppung in dem betroffenen Gewebebezirk mit Ödem, Blutaustritt aus den Gefäßen und starkem Schmerz. Entsprechend dem ->Boyle-Mariotteschen Gesetz sind die Volumenänderungen von Gasen in geringen Tiefen am größten. Das bedeutet: Im Flachbereich ist die Gefahr eines Barotraumas stärker als in großen Tiefen.
Barotrauma der Haut
Entsteht durch Faltenbildung im Tauchanzug, wenn kein Druckausgleich stattfinden kann. Bei zunehmendem Umgebungsdruck wird die Haut in die Falten des Tauchanzugs gedrückt was zu ->Hämatomen führen kann. Klinisch zeigen sich peitschenschlagartige blutunterlaufene Streifen am ganzen Körper. Zur Vorbeugung sollte bei Naßtauchanzügen auf gute Paßform geachtet werden. Bei Trockentauchanzügen sollte dicke Unterwäsche getragen werden, außerdem muß ständiger Druckausgleich durchgeführt werden.

Beatmungsbeutel
Sinnvoll ist die Beatmung über einen Beatmungsbeutel, weil dadurch dem Verunfallten Umgebungsluft oder sogar reiner Sauerstoff zugeführt werden kann.

Bends
Schmerzhafte Gasblaseneinschlüsse in den Gelenken.

Bergen von Gegenständen
Beförderung an die Oberfläche mit Hilfe von Hebesäcken oder Seilwinden.

Bergseetauchen
Die Berücksichtigung von anderen Luftdrücken gegenüber dem Meerestauchen erfordert die Nutzung von Bergseeformeln bzw. -tabellen. Die Formeln zur Berechnung der sog. "Tabellen-Tiefe" und der "Dekompressions-Tiefe" sind wegen des erheblichen Risikos von Rechenfehlern nicht zu empfehlen. Verschiedene Tabellensysteme verfügen über spezielle Bergseetabellen, die genauso einfach zu lesen sind wie die üblichen Dekompressionstabellen.

Beuth Verlag GmbH
Verschickt einen kompletten Abdruck der einschlägigen Vorschriften zu sicherheitstechnischen Anforderungen im Sinne des Gesetzes über technische Arbeitsmittel (Gerätesicherheitsgesetz) und die DIN-Normen, die unter das Gesetz über technische Arbeitsmittel fallen. Adresse: Burggrafenstr. 4-10, D-10787 Berlin, Tel. +49-30-26010

Black-out
Bedeuted eine plötzliche, ohne Vorwarnung und Anzeichen eintretende Bewußtlosigkeit.

Black-out-Ursachen, sonstige
Auch beim Tauchen mit Gerät kann es zum Black-out kommen. Es ist allgemein bekannt, dass fast alle Tauchunfälle durch menschliches Versagen verursacht sind. Die psychische Ausgeglichenheit ist deshalb zumindest genauso wichtig wir die körperliche Fitness. Hinzu kommt, dass nicht zuletzt das Tauchen gerade von psychisch Labilen als Sportart zur Selbstbestätigung gewählt wird.
Wie Untersuchungen zeigen, weisen vegetativ Labile ein erhöhtes ->AMV auf, das unter Ruhebedingungen fas das Doppelte des Sollwertes betragen kann. Der pCO2 ist dementsprechend erniedrigt. Für solche Menschen besteht auch beim Gerätetauchen die Gefahr einer Bewußtlosigkeit unter Wasser infolge eines Hyperventilationssyndroms. Wegen der herabgesetzten Leistungsfähigkeit und der Neigung zu Panikreaktionen sind derartige Menschen nicht geeignet für den Tauchsport. Auch im Verlauf von ->Stickstoff-Vergiftung (Tiefenrausch) kann schließlich Bewußtlosigkeit eintreten. Vom Tauchen auszuschließen sind Menschen, bei denen es auf Grund von Herz-Kreislauf-Störungen mit Neigung zum Unterdruck (hypotone Kreislaufregulation), auf Grund von cerebralen Krampfanfällen (z.B. Epilepsie) oder auf Grund eines stark schwankenden Blutzuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus), um nur einige Krankheiten zu nennen, zu Bewußlosigkeitszuständen - dann auch unter Wasser - kommen kann.

Blaukommen

Kompressionskrankheit bei Helmtauchern.

Bleigurt
Dient zum Ausgleich des ->Auftriebs, den der Taucher durch seinen Tauchanzug erfährt. Der Gurt muß mit einer einhandbedienbaren Schnellabwurfschnalle versehen sein und sollte aus einem undehnbaren Material bestehen. Die Gewichtsstücke befinden sich symmetrisch, rutschfest und gegen Verlust gesichert am Gurt.

Blutplättchen
Thrombozyten.

Bourdon-Rohr
Teil in einem Tiefenmesser, siehe ->Rohrfedertiefenmesser.

Boyle-Mariotte
Das Gesetz von Boyle und Mariotte besagt: Bei gleichbleibender Temperatur steht für eine gegebene Gasmenge der Druck im umgekehrten Verhältnis zum Volumen.

Boyle-Mariottescher Tiefenmesser
siehe ->Tiefenmesser.

Bradycardie
Verlangsamung des Herzschlages

Brechung
siehe ->Refraktion.

Briefing
Bei einer Ausfahrt mit dem Boot eines Tauchzentrums werden der Kapitän und der Organisator des Tauchunternehmens, sobald alle Teilnehmer an Bord sind, das sog. Briefing durchführen. Das heißt, sie werden eine Reihe von Informationen, Instruktionen und Hinweisen geben. Der Kapitän kümmert sich um alles, was mit dem Boot zu tun hat, und zeigt beispielsweise, wo sich die jeweiligen Schwimmwesten und Rettungsringe sowie die Gemeinschaftseinrichtungen befinden. Schließlich informiert er über Dauer der Ausfahrt, den Tauchplatz und die Wasserverhältnisse. Der Organisator seinerseits erläutert das Tagesprogramm, stellt die schon bestehenden Buddyteams fest und führt die verbliebenen einzelnen Taucher zusammen. Er beschreibt die Merkmale des Tauchplatzes sowie die Lebensformen und die Beschaffenheit des Grundes, die besonderes Interesse verlangen, und richtet nochmals die Aufmerksamkeit auf wichtige Sicherheitsaspekte. Er wird auch die wichtigsten Signale sowie das Vorgehen bei ->Notaufstieg und ->Sicherheitsstop ins Gedächtnis zurückrufen, und er weiß, ob auf den vorgesehenen Sicherheitsstops ein Tauchgerät hängt. Im allgemeinen handelt es sich um eine Flasche mit mindestens einem Atemregler. Zudem wird der Organisator kontrollieren, ob alle ihre Ausrüstung korrekt angelegt haben, (dies entbindet jedoch niemanden davon, sich selbst oder seinen Partner zu überprüfen), und den Flaschendruck jedes Tauchers feststellen und notieren. Schließlich gibt er den einzelnen Tauchgruppen das Startzeichen, erhält von ihnen das rituelle "O.K.", wenn diese zum Abtauchen bereit sind, und schreibt die Uhrzeit des Abtauchens auf. In dem einfacheren Fall von zwei Partnern, die beschließen, alleine zu tauchen, ändert sich das Briefing in seiner Art, aber nicht in seiner Substanz: Die beiden Taucher müssen zumindest das Programm, die Sicherheits- und Ernstfallmaßnahmen sowie die Signale vereinbaren.

Briefing nach dem Tauchen
Gespräch nach dem Tauchgang mit dem Ausbilder zur Feststellung von Stärken und Schwächen.

Briefing vor dem Tauchen
1. Kontrolle der Tauchausrüstung durch Gruppenleiter.
2. Ort, Tiefe, Dauer und Zweck (Übung) des Tauchgangs.
3. Kurze Wiederholung der Unterwasserzeichen.
4. Anweisung über Verhalten bei Verlust von Tauchern.
5. Angabe über den Ort des Reservegeräts.
6. Platzeinteilung innerhalb der Tauchgruppe.
7. Hinweis auf Zweitautomaten.

BSAC
Abkürzung für British Subaqua Club.
Adresse: Telford's Quay, Ellesmere Port, SouthWirral, Cheshire L654FY/Großbritannien, Tel. +44-151-3571951, Fax +44-151-3571250
BSAC ist die britische ->CMAS-Mitgliedsorganisation und der staatlich autorisierte Verband zur Erteilung berufsqualifizierender Brevets im britischen Tauchsport.

Bubble disease
Erkrankung durch Gasblasen im Körper, siehe ->Caisson-Krankheit.

Buddy-Leine

Unter besonderen Umständen kann eine Leinenverbindung zwischen zwei Tauchpartnern zweckmäßig sein (z.B. sehr schlechte Sicht). Die ca. 1 m lange, reißfeste Leine muß an beiden Enden mit einer nicht zuziehenden Schlaufe versehen sein.

Caissonkrankheit
Dekompressionskrankheit durch Ausperlen von gelöstem Stickstoff im Körper, siehe ->Dekompressionskrankheit.

cedip
Abkürzung für European Committee of Professional Diving Instructors.
Adresse: 62, avenue des Pins du Cap, F-06160 Antibes - Juan les Pins/Frankreich,
Tel. +33-93-614545, Fax +33-93-673493. Cedip ist der Zusammenschluß einer Reihe mittelgroßer europäischer Tauchlehrerorganisationen, die sich auf die volle Anerkennung und gegenseitige Respektierung ihrer Brevets geeinigt haben. In Deutschland ist der ->VDST der nationale cedip-Mitgliedsverband.

Charles-Gesetz
Das Volumen eines Gases ist der absoluten Temperatur proportional, solange der Druck nicht verändert wird.

Check vor dem Tauchgang
Jeder Taucher sollte nicht nur seine eigene Ausrüstung vor dem Tauchgang überprüfen, sondern auch die seiner Tauchpartner, dies aber unauffällig. Der Gruppenleiter ist zum Check seiner Gruppe verpflichtet.

Chokes
Störungen der Atmung, die sich durch einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein bemerkbar machen, der in der Tauchersprache als "Chokes" (to choke=ersticken) bezeichnet wird.

CMAS
Abkürzung für Confédération Mondial des Activités Subaquatiques.
Adresse: Viale Tiziano, 74, I-00196 Roma/Italien, Tel. +39-6-36858480
Fax +39-6-36858490. Die CMAS ist ein Welttauchsportverband und nicht gewerblich orientiert. In Deutschland ist der VDST der nationale CMAS-Mitgliedsverband.

Cousteau, Jaques-Yves
und Emile Gagnan kombinierten Preßluftflaschen mit einem Regulator, der den Taucher automatisch auch unter Wasser mit Luft unter dem richtigen Druck versorgte: Der sogenannte ->Lungenautomat (=Atemregler) war erfunden.

Crossover
Seminar mit abschließender Prüfung für Tauchlehrer, die die Lizenz eines anderen Verbandes erwerben wollen.

Dalton
Das Gesetz von Dalton besagt: Der Gesamtdruck eines Gases ist die Summe der Teildrücke seiner Bestandteile.

DAN
ist die Abkürzung für die Taucher-Rettungsorganisation Divers Alert Network.

DAN Oxygen Instructor
Weiterführendes Seminar, auf dem die Teilnehmer lernen, selbst Providerkurse durchzuführen.

DAN Oxygen Provider
Seminar der Taucher-Rettungsorganisation Divers Alert Network (DAN). Die Teilnehmer lernen die Anwendung von Sauerstoff mit dem DAN-Notfallkoffer als Erste-Hilfe-Maßnahme bei einem Tauchunfall.

Dehydration
Entwässerung, Flüssigkeitsverlust (auch: Dehydratation). Flüssigkeitsmangel beim Tauchen fördert nicht nur das Auftreten eines Dekompressionsunfalls, sondern beeinflußt auch dessen Verlauf negativ.

Dekoleine
Ist als Zusatzausrüstung eines Bootes zu empfehlen (6 m Tampen mit Endgewicht).

Dekompression
Gase lösen sich in Flüssigkeit. Bei Atmosphärendruck sind in einem menschlichen Körper (75 kg) ca. 1,2 bar l Stickstoff gelöst. Nach einem längeren Tauchgang in 30-40 m sind durchaus noch 1-2 bar l dazu gekommen. Läßt beim Aufstieg der Druck langsam nach, wird die überschüssige Menge in umgekehrter Weise, wie sie in den Körper gelangt ist, nämlich über Blutkreislauf und Lunge, wieder ausgeschieden. Bei zu raschem Aufstieg kann jedoch der Blutkreislauf die freiwerdende Menge nicht mehr schnell genug zur Lunge transportieren. Dann bilden sich im Blut und in Körpergeweben Gasbläsche. Diese N2-Bläschen selbst und an deren Oberfläche gebildetes Blutgerinnsel können Adern in lebenswichtigen Orgen verstopfen und so ->Dekompressionskrankheiten auslösen. Diese Risiken werden fast vollständig vermieden, wenn oberhalb 25 m Tiefe - auch zwischen Austauchstufen - nie schneller als mit 10 m/min aufgestiegen wird und die ->Austauchpausen, ->Austauchstufen und die Anwendungsvorschriften der ->Dekompressionstabellen streng beachtet werden.

Dekompressions-Computer
Neben der möglichen Verkürzung von Dekompressionszeiten lassen sich mit Hilfe einer übersichtlichen Digitalanzeige eines Tauchcomputers die bei der Verwendung von ->Dekompressionstabellen in der Praxis häufig vorkommenden Rechenfehler vermeiden. Die in den Dekompressionstabellen angegebenen ->Austauchstufen (=Deko-Stufen) werden mit Hilfe von speziellen Verfahren (sog. Alogrithmen) berechnet, die die N2-Sättigung und -Entsättigung in den verschiedenen Geweben nachvollziehen. Mit einem solchen, auch den Dekompressionstabellen zugrundeliegenden Verfahren gerechnet ein Tauchcomputer in sehr kurzen Zeitabständen immer wieder die aktuelle N2-Sättigung verschiedener "Modell"-Gewebe mit verschiedenen Sättigungshalbwertszeiten unter Berücksichtigung des aktuellen Drucks und der Zeit. Neben diesen beiden Grundinformationen berücksichtigen einige Computer auch die Wassertemperatur für die Abschätzung der N2-Sättigung und -Entsättigung im Unterhautfettgewebe. Manche Computer bieten die Möglichkeit, zur berechnteten N2-Sättigungssituation pauschale Sicherheitszuschläge zu machen. Nach Aufbereitung der verschiedenen Eingangssignale werden die Informatioen der Recheneinheit zugeführt. Unter Berücksichtigung der gespeicherten aktuellen N2-Sättigung der verschiedenen Gewebe wird die N2-Sättigung mit Hilfe der aktuellen Werte korrigiert und wieder abgespeichert. Aufgrund der momentanen Gewebesättigung wird in der Regel ein Dekompressionsplan errechnet und angezeigt. Auf dem Display erscheinen dann die verbleibende ->Nullzeit oder die insgesamt erforderliche Dekompressionszeit sowie Tiefe und Dauer des ersten erforderlichen Dekompressionsstopps. Viele Computer verfügen über akustische und/oder optische Anzeigen der Aufstiegsgeschwindigkeit mit Alarmierung bei einer deutlichen Überschreitung des vom Computer maximal tolerierten Aufstiegstempo. Nur wenige Computer verfügen bisher über die Möglichkeit, das ->Atemminutenvolumen zu berechnen, anhand dessen die Herzkreislaufbelastung zu schätzen und dies in die Berechnung der Stickstoffsättigung einfließen zu lassen (siehe auch ->Tauchcomputer).

Dekompressionskrankheit

(Caissonkrankheit, Druckfallkrankheit) Ursache ist der ausperlende Stickstoff, der entsteht, wenn bei Tauchgängen die Nullzeit überschritten und die erforderlichen Dekompressionsstops in den entsprechenden Tiefen nicht eingehalten werden (der erhöhte Druck, dem der Taucher während des Tauchgangs unterliegt). In besonders gelagerten Fällen kann es auch zu Dekounfällen bei Tauchgängen innerhalb der Nullzeit kommen, aber diese Fälle sind sehr seltene Ausnahmen. Ursachen: z.B. Kälte, individuelle Faktoren, Durchblutungsstörungen durch zu enge Bänder am Messer oder an den Instrumenten.

Dekompressionspausen
Als Begriff auf der Dekompressionstabelle sind die Zeiten, die gemäß Tabelle auf den ->Austauchstufen zu verbringen sind.

Dekompressionstabelle
Die zur Zeit international gebräuchlichen Dekompressionstabellen (Bühlmann/Hahn, Comex, DECO '92, NAUI, PADI, YMCA, BS-AC usw.) verfügen alle über ein vergleichbar hohes Sicherheitsniveau, wenn man sich an die für die einzelnen Tabellen zum Teil unterschiedlichen Rahmenbedingungen hält. Die Tabelle sollte übersichtlich und gut ablesbar sein. Sie soll unzerbrechlich und so beschaffen sein, dass sie beim Tauchen mitgeführt werden kann. Faktoren für die Anwendung von Deko-Tabellen sind: Körperliche Fitneß, Verhalten vor dem Tauchgang, Umgebungsbedingungen ,
Maximale Tiefe, Tauchzeit, Tauchprofil, UW-Arbeit, Aufstiegsgeschwindigkeit,
Verhalten während / nach Deko, Oberflächenpause, Komplette Entsättigung.

Dekompressionszeit
Ist die Zeit auf bestimmten Tiefen (3 m, 6 m, 9 m), die laut Tabelle oder Computer zum Entsättigen eingehalten werden muß, siehe ->Dekompressionspausen, ->Austauchpausen.

Denaturierung
Zerstörung der Eiweißstruktur.

Diastole
Herzzyklus, in der sich die Kammern mit Blut füllen.

DIN-Normen
siehe ->Beuth-Verlag..

Dioptrie
Optische Maßeinheit für Lichtbrechungsfaktor.

DIWA
Abkürzung für Diving Instructor World Association.
Gewerbliche Tauchlehrerorganisation mit rund 580 Tauchlehrern. DIWA ist die einzige Organsiation, die die IHK Ausland, sprich AHK Lic.Instructor Patent examiniert.
Adressen: DIWA DIVING INSTRUCTOR WORLD ASSOCIATION, Aptdo 137, 5000 Liberi Gte, Costa Rica, Centralamerica, Phone/Fax: 00506 666 1972, E-Mail: diwaintl@sol.racsa.co.cr, Internet: http://www.diwa.net
Europa: DIWA Coordinations Office, Dillstr. 15, Eichstetten a.K, Tel. 0049 7663 99126, e-mail: diwaeuro@aol.com

Downstream-Ventil
Öffnet mit dem Druck.

Drosseldüse
Sollte am oberen Ende des Hochdruckschlauches eines ->UW-Manometers eingebaut sein.

Druck
Kraft/Fläche; Maßeinheit=Bar.

Druckausgleich
Zuhalten der Nase und Pressen von Luft durch die Ohrtuben ins Mittelohr.

Druckentlastung
Beim Ventil der Druckluftflasche erreicht man durch Saugen am Mundstück oder Drücken der Luftdusche.

Druckluftflasche
Muß der Druckbehälterverordnung und mehreren DIN-Normen entsprechen. Sie müssen für einen Fülldruck von mindestens 200 bar zugelassen sein. Die Taucherweste muß eine Druckluftflasche besitzen. Sie dient zum raschen Füllen der Weste im Notfall. Die Flasche besteht entweder aus Stahl oder Aluminium mit mindestens 0,5 l Volumen. Sie muß vom TÜV abgenommen sein und ein bauartzugelassenes Ventil besitzen. Am Anschlußstück zur Weste soll sich ein Rückschlagventil befinden, das das Eindringen von Wasser in die leere Westenflasche verhindert.

Druckminderer

1. Stufe des Atemreglers, in dem der Flaschendruck auf einen über eine Feder einstellbaren Mitteldruck reduziert wird.

Druckzunahme
Im Wasser ist 1 bar pro 10 m Wassertiefe (Annahme zur Vereinfachung der Berechnungen).

DTSA
Abkürzung für Deutsches Tauchsportabzeichen.

Easy Diving
Tauchen als lockerer Freizeitspaß, eingeführt von den gewerblichen ->Tauchorganisationen aus den USA - allen voran ->PADI.

Einschlauchatemregler
siehe ->Atemregler.

Eistauchen
Eistauchgänge sind Extremtauchgänge und unterliegen besonderer Voraussetzungen sowie besonderer Ausrüstung, Vorbereitung und Durchführung. Voraussetzungen: Nur sehr erfahrene Taucher, nur 2 Taucher im Wasser. Nur bekannte Gewässer, bei festem Eis. Nur bei hellem Tageslicht. Liste mit notwendigen Telefonnummern und Adressen erstellen. Gelegenheit zum Aufwärmen schaffen.

Embolie
Verstopfung von Blutgefäßen.

Entsättigung

Die N2-Entsättigung der einzelnen Körpergewebe bei sinkendem ->Umgebungsdruck erfolgt analog zur vorherigen ->Sättigung. Auch hier reagieren gut durchblutete Gewebe mit einer schnelleren Anpassung an den aktuellen Umgebungsdruck. Schlecht durchblutete Gewebe haben noch eine gewisse Zeit lang einen N2-Teildruck, der über dem aktuellen N2-Teildruck der Umgebungsluft liegt. Aufgrund der Austauschfläche zwischen Lunge und Blut stellt sich im arteriellen Blut sehr schnell der aktuelle N2-Teildruck ein. Während der Durchblutung der verschiedenen Gewebe wird entsprechend dem Konzentrationsgefälle so lange N2 in das Blut abgegeben, bis hier wieder ein Fließgleichgewicht auf dem ursprünglichen Niveau vor Beginn des Tauchgangs erreicht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das überschüssige N2 über das venöse Gefäßsystem zur Lunge transportiert und dort abgeatmet. Wie die Sättigung der Gewebe, so erfolgt auch die Entsättigung exponentiell, d.h. in den Geweben wird noch für ca. 5 Halbwertszeiten ein erhöhter N2-Teildruck bestehen.

Epilepsie
siehe ->Black-out-Ursachen, sonstige

Erste Stufe
Der erste Schritt der Druckminderung geschieht - wie der Name andeutet - in der Ersten Stufe des ->Atemreglers. Da sie einen hohen Druck aushalten muß, wird die Erste Stufe aus schwerem, verchromtem und meerwasserbeständigem Messing hergestellt, mit Innenteilen aus nichtrostendem Stahl und gleichmäßig angerauhtem Material. Sie kann entweder mit einem INT-Bügelanschluß oder mit einem DIN-Schraubanschluß am Flaschenventil angebracht werden. Für beide Anschlüsse gibt es Adapter, um sie bei dem jeweils anderen System einzusetzen. Die Erste Stufe ist so konstruiert, dass sie sich öffnet, sobald ein Druck erreicht ist, der 9 bis 11,5 bar über dem ->Umgebungsdruck liegt. Diese Differenz ist der Mitteldruck, der sich bis zur ->Zweiten Stufe fortsetzt. Erste Stufen, die diesen Druck auch unter hoher Arbeitsleistung, abnehmendem Flaschendruck und zunehmender ->Tauchtiefe beibehalten können, werden als Hochleistungs-Atemregler bezeichnet. Selbstverständlich muß die Erste Stufe in der Lage sein, den gegebenen Umgebungsdruck zu erkennen. Es gibt zwei Möglichkeiten der Druckmessung und zwar mittels eines Kolbens oder einer Membrane. Die meisten Ersten Stufen haben heutzutage einen kompensierten Ventilmechanismus. Ohne ins Detail zu gehen, kann man sagen, dass ein kompensierter Mechanismus eine größere ->Luftlieferleistung, leichteres Atmen und geringere Funktionsbeeinträchtigung durch den abnehmenden Flaschendruck ermöglicht. Die Luft verläßt die Erste Stufe durch mehrere Abgänge. Grundsätzlich gibt es zwei Typen: ->Hochdruckabgänge und ->Mitteldruckabgänge.
Hochdruckabgänge haben in der Regel größere Mündungen als Mitteldruckabgänge. Ein versehentlich falsches Anbringen der Schläuche ist also unwahrscheinlich, bei älteren Atemreglern aber möglich. Der Abgang, der für die Zweite Stufe des Atemreglers gedacht ist, hat manchmal eine besondere Größe oder einen besonderen Anschluß. Die Anzahl und Position der Abgänge kann von System zu System variieren. Bei vielen Ersten Stufen sitzen die Abgänge auf einem Drehring, so dass ein bequemes Positionieren der Schläuche möglich ist. Der innere Durchmesser eines Schlauches kann einen großen Einfluß auf den Luftstrom haben. Aus diesem Grund haben besonders die Mitteldruckschläuche meistens einen großen inneren Durchmesser. Sie sind auch sehr flexibel, so dass sie den Taucher nicht behindern, wenn er seinen Kopf bewegt.

Ertrinken im Süßwasser
Das eingeatmete Süßwasser hat einen niedrigeren osmotischen Druck als die Blutflüssigkeit ->Osmose. Hierdurch kommt es zu einem Übertritt des Wassers in den Lungenkreislauf und in die roten Blutzellen, die aufquellen bis zur Kugelform und sogar zerplatzen können ->Hämolyse. Das Blutvolumen nimmt stark zu. Der aus den hämolytischen roten Blutzellen stammende Kaliumgehalt steigt im Blutserum stark an und führt zum Tod durch Herzkammerflimmern.

Ertrinken im Salzwasser
Das eingeatmete Salzwasser hat einen höheren osmotischen Druck als die Blutflüssigkeit, wodurch es zu einem Übertritta von Wasser aus dem Lungenkreislauf in die Lungenalveolen kommt. Das Blutvolumen wird vermindert, in der Lunge entsteht ein ->Lungenödem, das durch Verlegung der Atemfläche zum Tod durch Ersticken führt.

Erythrozyten
rote Blutkörperchen.

Essoufflement
(franz. = außer Atem geraten) Kohlendioxidvergiftung, deren eigentliche Ursache eine Ermüdung der Atemmuskulatur ist. Mit zunehmender Tauchtiefe und wachsendem Umgebungsdruck steigt auch die Dichte der Atemluft, so dass Turbulenzen entstehen. Der Atemwiderstand steigt an, und die Atemmuskulatur wird stärker belastet. Als Folge treten Ermü,dungserscheinungen auf, die Atmung wird flacher und schneller. Dabei verschiebt sich die Atmung in den Bereich der inspiratorischen Reserve, also den Bereich, der zwischen normaler und tiefer Atmung liegt. Durch die hechelnde Atmung ist die Sauerstoffaufnahme reduziert, und gleichzeitig steigt die CO2-Konzentration im Blut an. Es kommt zu Vergiftungserscheinungen: Kopfschmerzen, Lufthunger, später Schwindel, Übelkeit und Bewußtseinstrübungen, zuletzt Bewußtlosigkeit. Der Betroffene ist in solchen Gefahrenlagen auf die richtige Reaktion seines Tauchpartners angewiesen, da er selbst meist eine Bewußtseinstrübung hat. Symptome: Übertriebene Hektik, flache, schnelle Atmung und Luftnot. Stellt man solchle Symptome fest, sollte mit dem Partner sofort höher getaucht werden um den Atemwiderstand zu senken. Neben Erkennen der Symptomatik und des entsprechenden Unterwasserzeichens bleiben ausreichendes Training und das Beherrschen der richtigen Atemtechnik die beste Methode, mit den erhöhten Atemwiderständen zurechtzukommen.

Euphorie
Plötzlich gesteigertes Wohlbefinden.

Eustachische Röhre
Ohrtube.

Fingernagelprobe
Die bei Druck auf einen Fingernagel entstehende Blutleere bleibt bei Nachlassen des Drucks bestehen (eines der Symptome bei ->Schock).

Finimeter
Druckmesser für Flaschendruck, siehe ->UW-Manometer.

FiT
Abkürzung für Freie Internationaltätige Tauchlehrer e.V.
Adresse: FiT Geschäftstelle, Breckerfelder Str. 136 , D-58256 Ennepetal, Tel. +49-2333 - 74075, Fax +49-2333 - 74038, E-Mail: fit-ev@t-online.de, URL: http://www.fit-ev.de. Die FiT Service GbR ist Ende 1993 in Nordrhein-Westfalen aus Mitgliedern des Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (->VDST) von Knut vom Heede und Joachim Backs gegründet worden. Der FIT nach dem VDTL der zweite Mitgliedsverband der cedip in Deutschland. Er ist ein kleinerer, gewerblich orientierter Verband, der die ->CMAS-Brevets sowie die ->PADI-Brevets bis einschließlich Assistant Instructor anerkennt. Seit dem 29. Mai 2001 ist FiT Mitglied im ->CMAS- Verbund.

Flachwasserbewußtlosigkeit
Wird durch Absinken des Sauerstoff-Partialdruckes beim Erreichen einer geringeren Wassertiefe ausgelöst.

Flaschenpaket
Nur Flaschen gleichen Typs verbinden; die Verbindung soll so gestaltet sein, dass sich die Flaschen selbständig oder unbeabsichtigt nicht voneinander lösen können; die Flascheninhalte sollen über eine Verbindungsbrücke miteinander verbunden sein (gültige DIN-Vorschriften sind zu beachten).

Flaschenventil

Wird über den Einschraubstutzen des GehAäuses mit der Druckluftflasche verbunden. Die Betätigung erfolgt von Hand. Durch Rechtsdrehung wird das Ventil geschlossen, durch Linksdrehung geöffnet. Man öffnet das Ventil vollkommen und dreht es dann ca. eine halbe Umdrehung in Richtung "zu".

Fliegen
Wegen des geringeren Umgebungsdruckes beim Fliegen muß die Zeitspanne zwischen dem letzten Tauchgang und dem Start des Flugzeuges so bemessen sein, dass keine Dekompressionsschäden auftreten können (->Dekotabelle). Diese Gefahr besteht auch bei Paßfahrten nach dem Tauchen.

Flossen
Größe und Härte des Blattes (und damit die auftretenden Kräfte) sollten der Konstitution es Benutzers angepaßt sein. Die Flosse soll durch Leitlinien (verstärkte Kanten, Düsen o.ä.) eine ausreichende Richtungsstabilität besitzen. Das Flossenblatt soll leicht nach unten abgewinkelt sein; Flossen mit Fersenband sollten nur in Verbindung mit Füßlingen getragen werden.

Flossenkraulen

Als wirkungsvolles und gleichzeitig leicht durchzuführendes Konditionstraining. Eine Strecke vom 500 m sollte in 8 min geschwommen werden.

Flüssigkeitsmangel
siehe ->Dehydration.

Foramen Ovale
Herzfehler: Verbindung der beiden Vorhöfe.

Füßling
bzw. Taucherstiefel aus 5 bis 7 mm ->Neopren sollten mit einer stabilen Laufsohle zum Schutz gegen Verletzungen versehen sein.
Gagnan, Emile
siehe ->Cousteau, Jacques-Yves.

Gasgleichung
Das Produkt aus Druck und Volumen dividiert durch die absolute Temperatur eines Gases ist konstant.

Gas, ideal
Darunter versteht man Gase, von denen man theoretisch annimmt, dass sie aus Molekülen bestehen, die keinen Raum einnehmen. Solche idealen Gase können sich bis zum absoluten Nullpunkt nicht verflüssigen.

Gas, real

Besteht aus Molekülen, die einen gewissen Raum einnehmen, wie z.B. Luft. Reale Gase haben einen Verflüssigungspunkt, in dessen Nähe (bei hohem Druck und niedriger Temperatur) ihre Eigenschaften erheblich von denen des idealen Gases abweichen: Es machen sich Kohäsion (Zusammenhangskraft) zwischen den Gasmolekülen und Eigenvolumen der Moleküle im Verhältnis zum Gasvolumen bemerkbar.

Gay-Lussac
Das Gesetz von Gay-Lussac besagt: Bei konstantem Volumen wächst der Druck einer gegebenen Gasmenge im gleichen Verhältnis wie die absolute Temperatur T.

Gesamtdruck
siehe ->Gesetz von Dalton.

Gesamtlungenvolumen
Ein gesunder Taucher hat ein Gesamtlungenvolumem (Totalkapazität) von etwa 6 l. In total ausgeatmetem Zustand bleibt bei diesem Taucher ein Restvolumen in der Lunge, Luftröhre und Hals-, Nasen-, Rachenraum. Dieses Restvolumen (Residualvolumen) beträgt etwa 1,3 l.

Glasauge
Besonderer Berücksichtigung bedürfen Augenprothesen beim Tauchen. Sofern diese aus Glas hergestellt sind, sind sie normalerweise innen hohl und unterliegen damit dem ->Boyle-Mariotteschen Gesetz. In der Literatur ist ein Fall beschrieben, bei dem ein Glasauge in der Tiefe implodierte. Taucher sollten deshalb nur Silikonprothesen verwenden.

Gleichgewichtsorgan

Befindet sich im Innenohr wie auch das eigentliche Hörorgan mit der Gehörschnecke.

Gleichgewichtssinn

siehe ->Ohr.

Gleichgewichtszentrum

Befindet sich im Gehirn.

Glykogen
Ist die Speicherform der Kohlenhydrate in der Leber, das bei Körperarbeit schnell verwandelt wird. Genauso schnell wird es aber bei andauerndem sportlichen Training aus den Fettdepots neu gebildet, so dass es dem Organismus zur schnellen Energiegewinnung ständig zur Verfügung steht.

Grundausrüstung des Bootes

Die Sicherheits- und Grundausrüstung sollte bestehen aus: Anker mit Kettenvorläufer und Leine, Kompaß, Lenzpumpe, Eimer oder Ösfaß, Signalhorn oder Trillerpfeife, Notsignalen, Sturmstreichhölzern, (Schießstift), starker Taschenlampe, Riemen oder Paddeln, Erste-Hilfe-Kasten in wasserdichtem Behälter, Rettungswesten oder Taucherwesten, Wasserpumpenzange, Kerzenschlüssel, Ersatzkerzen, Isolierband, Ersatzscherstiften, Trinkwasser.

Grundsatz des Tauchens

Niemals alleine tauchen

Grundzeit
Als Begriff auf der Dekompressionstabelle ist der Zeitraum vom Verlassen der Wasseroberfläche beim ->Abtauchen bis zum Beginn des ->Austauchens.

Hämatome
Snd Blutaustritte in das Gewebe.

Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff.

Hämolyse
Wenn bei einem Übertritt des Wassers in den Lungenkreislauf und in die roten Blutzellen, diese aufquellen bis zur Kugelform und sogar zerplatzen können (Austritt von Hämoglobin aus den roten Blutkörperchen).

Handschuhe
Drei- oder Fünf-Fingerhandschuhe mit oder ohne Greifnoppen aus 3 bis 7 mm dickem ->Neopren.

Happy diving
In kühlen Breiten wie Deutschland mit trüben und kalten Gewässern ist ein leichter Einstieg, ein "happy diving", nicht zu verantworten.

Harpunieren

Seit Jahren richten sich die Taucher des ->VDST gegen den massiven Eingriff in die Lebensgemeinschaft der Küstenfische durch die extensive Unterwasserjagd. Ähnlich negativen Einfluß hat das Sammeln von Meeresorganismen wie z.B. Korallen und Schnecken. Taucher des VDST sollten daher Harpunieren und Absammeln von Meerestieren sowie das Anfüttern von Fischen mit den Kadavern vor Ort getöteter Tiere (z.B. Seeigel) unterlassen und in Gesprächen auf andere Taucher überzeugend einwirken, sich dieser Verhaltensweise anzuschließen. Nur so kann sichergestellt werden, dass wir unsere Tauchplätze als "Gärten unter Wasser" beim nächsten Tauchgang im gleichen unberührten Zustand vorfinden.

Hauptschlagader

Aorta.

Haut
siehe ->Barotrauma der Haut.

Hautemphysem
Erfolgt ein peripherer Riß an der zur Thoraxmitte hin gelegenen Seite der Lunge, wird die Luft entlang den anatomischen Strukturen, die hier verlaufen (Luft-, Speiseröhre, großeGefäße), in die Halsregionen aufsteigen, sich hier ansammeln und als knisternde Luftansammlung (Blähhals=Hautemphysem) fühlbar sein.

HBO
Hyperbare Oxydation; Sauerstoffbehandlung unter Druck.

Heißwassermethode
siehe ->Vergiftung durch Meerestiere - Behandlungsmethoden.

Henry
Das Gesetz von Henry (Gase in Flüssigkeiten) besagt: Bei konstanter Temperatur steht die Menge des in der Flüssigkeit gelösten Gases im Sättigungszustand in direktem Verhältnis zum Druck des über der Flüssigkeit stehenden Gases.

Herodot
Berichtete von einem Taucher namens Scyllis, der für den Perserkönit Xerxes im 5. Jahrhundert vor Chr. nach versunkenen Schätzen suchte.

Herz
Ist ein etwa faustgroßer Hohlmuskel, der ähnlich der Wirkungsweise einer Druckpumpe das Blut durch den Körper treibt. Durch eine Scheidewand wird das Herz in zwei Herzhälften (re. und li. Herzhälfte) unterteilt, die miteinander keine Verbindung haben.

Herzkammerflimmern
siehe ->Ertrinken im Süßwasser.

Herzkompression
Wird durchgeführt, wenn kein Puls am Hals tastbar ist und wenn die Pupillen maximal geweitet sind und sich bei Lichteinfall nicht verengen. Pupillenverengung zeigt richtige Herzkompression an. Bei Pupillenreflex Herzkompression einstellen, Beatmung fortsetzen.
Herzleistung
Unter Ruhebedingungen schlägt das Herz 60-80 mal pro Minute und wirft dabei ca. 70 ml Blut pro Herzschlag (Kontraktion) aus. Das Herzminutenvolumen beträgt in Ruhe ca. 5 l und entspricht damit rechnerisch dem gesamten Blutvolumen. Bei Belastung wird durch vermehrten Rückstrom des Blutes zum Herzen ein größerer Füllungszustand und damit ein größeres Auswurfvolumen erreicht. Sollte dies nicht ausreichen, steigt zusätzlich die Herzfrequenz an. Bei einem gut trainierten Sportler ist deshalb bei gleicher Belastung der Puls niedrieger als bei einem untrainierten.

Herz-Lungen-Wiederbelebung
HWL Erste-Hilfe-Kurs, bei dem die Wiederbelebung eines Verunfallten mit Herz- und Kreislaufstillstand trainiert wird.

Herzmassage
Wichtig ist dabei die Lagerung des Verunfallten. Liegt der Kopf auch nur ein wenig (2 cm) über dem Herzniveau, ist selbst während einer richtig durchgeführten äußeren Herzmassage die Durchblutung des Gehirns durch die Schwerkraft vermindert oder gar komplett unterbunden.

Herzschock
siehe ->Schock.

Herzstillstand
Dabei muß die äußere ->Herzmassage zusätzlich zur Beatmung angewandt werden.
Zeichen des Herzstillstands sind: Bewußtlosigkeit, Atemstillstand, fehlender Puls, weite, lichtstarre Pupillen. Atemstillstand und Bewußtlosigkeit sind dabei vorausgegangen.

Hitzeeinwirkung
siehe ->Hyperthermie.

Hitzekollaps

Ursache ist ein akuter Blutdruckabfall mit kurzfristiger Bewußtlosigkeit durch Verlagerung des Blutvolumens in das Randgebiet des Körpers, denn der Körper versucht über die weitgestellten Hautgefäße ->Wärme abzugeben. Dadurch kommt es zu einer Mangeldurchblutung des Gehirns. Symptome: prallgefüllte Hautgefäße, wodurch die Haut gerötet und schweißbedeckt ist, subjektive Schwindel, Sehstörungen, Ohrensausen, Puls- und Atembeschleunigung, Kreislaufversagen. Therapie: Lagerung in kühler Umgebung evtl. Kühlung der Haut, kreislaufstabilisierende Maßnahmen (Flüssigkeitszufuhr, Schocklagerung), ärztliche Behandlung. Vorbeugung: keine übermäßigen körperlichen Anstrengungen bei hohen Temperaturen, Vermeidung langandauernder Hitzeeinwirkung.

Hitzekrämpfe
Ursache ist ein hoher Flüssigkeits- und Salzverlust durch starkes Schwitzen. Durch den Salzverlust, vor allem Kochsalz, wird der Mechanismus der Muskelkontraktion bzw. -erregbarkeit beeinflußt. Symptome: Muskelzuckungen, später Muskelkrämpfe, evtl. Bewußtlosigkeit. Therapie: Ausgleich des Flüssigkeitsdefizits und Ersatz des Salzverlustes durch Zufuhr von Kochsalzlösung (1 Teelöffel Kochsalz auf 1 Glas Wasser). Lagerung in kühler Umgebung, bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage, nach Erstversorgung ärztliche Behandlung Vorbeugung: Bei starker körperlicher Belastung und hohen Temperaturen frühzeitiger Ersatz von Flüssigkeit und Salzen.

Hitzeschlag
Die Voraussetzung für einen Hitzeschlag ist eine Verminderung der ->Wärmeabgabe, z. B. durch den Tauchanzug bei großer Wärmezufuhr von außen und Wärmeproduktion durch Arbeit. Auch hohe Luftfeuchtigkeit kann maßgeblich sein.

HLW
siehe ->Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Höhlentauchen
Gehört zur Höhlenforschung. Höhlenforscherpraxis, Kenntnisse der Höhlenentstehung und -entwässerung sind unbedingte Voraussetzungen.

Hören
Unter Wasser ist ohne technische Hilfsmittel auf das Erkennen eines ->Schalls ohne Ortungs- und Qualifizierungsmöglichkeit eingeschränkt.

Hörsinn
Das Innenohr besteht aus einem mit Flüssigkeit (Peri- und Endolymphe) gefüllten Rohrsystem, das sich in die in den drei Richtungen des Raumes stehenden Bogengängen und in die Gehörschnecke aufgeliedert. In den Bogengängen ist der Gleichgewichtssinn, in der Gehörschnecke der Hörsinn lokalisiert.

Hochdruckabgänge
Ein Hochdruckabgang liefert Luft unter dem gleichen Druck, wie er in der Flasche herrscht. Schläuche, die an solchen Abgängen angeschlossen sind, führen zum ->UW-Manometer=Finimeter, zum luftintegrierten Computer oder dessen Sender. Auf diesem Weg erhält der Taucher Informationen darüber, wieviel Luft sich noch in der Flasche befindet.

Hochdruckanschluß
siehe ->UW-Manometer.

Hockdruckschlauch
siehe ->UW-Manometer.

HP-Anschluß
siehe ->UW-Manometer.

Hydrostatisches Gleichgewicht
Ist die Gewichtskraft des eingetauchten Körpers gleich der des verdrängten Wassers, so schwebt der Körper, siehe ->Austarieren.

Hyperkapnie
Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes im Blut.

Hyperoxie

rhöhung des Sauerstoffgehaltes in Atemluft und Blut.

Hyperthermie
(Überwärmung) Solange Wärmeentstehung und ->Wärmeabgabe gleich groß sind, tritt keine Änderung der Körpertemperatur ein. Ist die Wärmeproduktion jedoch größer als die Wärmeabgabe, so muß die Körpertemperatur ansteigen. Bei erhöhten Temperaturen laufen Stoffwechselvorgänge schneller ab. Die gestörte Wärmeabgabe führt also zu höheren Temperaturen, diese wiederum zu schnelleren Verbrennungsvorgängen und damit zu einer zusätzlichen Wärmeentwicklung. Dieser Prozeß kann nur durchbrochen werden, wenn es gelingt, die Wärmeabgabe zu steigern bzw. zu normalisieren. Unter Hitzebedingungen bleibt die Verdunstung das wichtigste Mittel zur Konstanterhaltung der Körpertemperatur. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann diese Möglichkeit jedoch entfallen. Die Belastung für den Organismus ist also nicht nur von der Temperatur, sondern auch in wesentlichem Maße von der Luftfeuchtigkeit abhängig. Die Temperatur von 100 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 5% ist z.B. für den Organismus genauso belastend wie eine Temperatur von 45 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 95%. Die Unverträglichkeit des Tropenklimas wird also nicht allein von den erhöhten Umgebungstemperaturen, sondern auch von der Luftfeuchtigkeit mitbestimmt. Die meisten Hitzeschäden treten auf, wenn ungünstige Umweltbedingungen mit einer gesteigerten Wärmeproduktion, z.B. durch körperliche Arbeit, kombiniert sind.

Hyperventilation
Darunter versteht man bewußtes oder unbewußtes, tiefes und schnelles Überatmen ohne Bedarf (z.B. durch Angst, Kälte usw.). Nach einer körperlichen Anstrengung ist die Atmung schnell und tief, um das entstandene Sauerstoffdefizit wieder auszugleichen. Der Sporttaucher wendet die Hyperventilation an, um die Apnoephase zu verlängern. Diese Verlängerung kommt aber nicht dadurch zustande, dass vermehrt Sauerstoff aufgenommen wird, sondern dass vermehrt Kohlendioxid über die Lunge abgeatmet wird.

Hyperventilationssyndrom
siehe ->Black-out-Ursachen, sonstige.

Hyperventilationstetanie
Bei der ->Hyperventilation resultieren aus der Senkung des Kohlendioxidteildrucks (pCO2) entscheidende Veränderungen im Körper: Es erfolgt eine Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts des Blutes in den alkalischen Bereich, was zu Muskelkrämpfen führen kann (sog. Hyperventilationstetanie).

Hypervolämie

Zunahme des Blutvolumens.

Hypokapnie
Erniedrigung des Kohlendioxidgehaltes im Blut.

Hypothermie
(Kälteeinflüsse) Die aktive Kälteabwehr beginnt dann, wenn die ->Thermorezeptoren der Haut ein Temperaturgefälle an der Körperoberfläche an das Wärmezentrum im Gehirn weitermelden, das dazu fühen könnte, dass die Kerntemperatur unter den Sollwert absinkt. Im Wasser herrscht schon in wenigen Metern Tiefe eine deutlich geringere Temperatur als an der Wasseroberfläche, so dass es schnell zu einer Unterkühlung des Tauchers kommen kann. Beim Aufenthalt eines unbekleideten Menschen in Luft von +1 °C beträgt seine Rektaltemperatur nach 4 Stunden noch 36 °C. Im Wasser von +1 °C dagegen sinkt die Temperatur schon nach einer Stunde auf 25 °C ab. Um eine entsprechende Temperatursenkung auf 25 °C zu erreichen muß sich ein Mensch schon 14 Stunden in einer Lufttemperatur von -6 °C aufhalten. Bei einem Aufenthalt im Wasser von +21 °C wird dem Mensch jedoch 4 bis 5 mal soviel ->Wärme entzogen wie in der Luft. Da aber eine Steigerung der Stoffwechselvorgänge über das 4 bis 5fache nicht möglich ist, müssen Wassertemperaturen unterhalb 21 °C zum Absinken der Kerntemperaturen führen. Generell ist zu bedenken, dass bei unterkühlten Tauchern die Entsättigung der Gewebe von Stickstoff infolge der verminderten Durchblutung verzögert ist, so dass trotz Einhaltens der Werte aus der Austauchtabelle ein stärkeres Risiko für die ->Dekompressionskrankheit vorliegt. Siehe auch ->Unterkühlung.

Hypovolämie

Abnahme des Blutvolumens.

Hypoxie
Mangel an Sauerstoff im Gewebe infolge einer reflektorischen, flachen Atmung bedingt durch Schmerzen beim Atmen.

IDD
Abkürzung für Instructor Dive Development.
Adresse: Wallgrabenstr. 10, D-68789 St. Leon, Tel. +49-6227-50556
IDD ist eine niederländische gewerbliche Tauchorganisation, die außer im eigenen Land, wo sie eine beträchtliche Rolle spielt, noch in Belgien, Costa Rica, Curaçao, Deutschland, Griechenland, Kuba, Malta, Mexiko, Spanien und Zypern mit insgesamt ca. 80 Tauchbasen und -schulen vertreten ist. Die Ausbildung lehnt sich in der Konzeption an die US-amerikanischen Tauchorganisationen an. Mittels ->Crossover werden die Brevets anderer Organisationen respektiert (bis zum Instructor).

Inertgas
Gas, das beim Atmen nicht ge- oder verbraucht wird. In der Chemie werden Gase dann als inert bezeichnet, wenn sie keine chemische Reaktionen mit anderen Substanzen eingehen. Im chemischen Sinn sind dies daher nur die Edelgase. Heute können allerdings selbst die Edelgase in der modernen Chemie zu reaktiven Verbindungen mit anderen Substanzen gebracht werden. Die Mediziner sehen das nicht ganz so streng wie die Chemiker: Hier gilt ein Gas schon als inert, wenn es keine chemischen oder biochemischen Reaktionen im Körper eingeht, siehe auch -> Tiefenrausch.

Inflator
Erlaubt das Aufblasen der Taucherweste aus dem Luftvorrat des ->PTG. Anschluß meist an den Mitteldruckabgang (LP) des ->Atemreglers.

Inflatorschlauch
Muß mit einer einhandbedienbaren Schnellkupplung mit der Weste verbunden werden können, die auch unter Druck lösbar ist. Die einströmende Luftmenge muß so gut dosierbar sein, dass es unbeabsichtigt nicht zu einem ->Notaufstieg kommen kann.

Innenohr
Das Innenohr besteht aus einem mit Flüssigkeit (Endolymphe) gefüllten Rohrsystem (Labyrinth), das sich in die Gehörschnecke und in die in den 3 Richtungen des Raumes verlaufenden Bogengängen aufgliedert. In den Bogengängen ist der Gleichgewichtssinn, in der Schnecke der Gehörsinn lokalisiert. Von hier führen Nerven (Nervus vestibularis von den Bogengängen und Nervus acusticus von der Gehörschnecke), die sich bald zum Hörnerv (Nervus statoacusticus) vereinigen, direkt zum Hör- und Gleichgewichtszentrum des Gehirns. Eingebettet ist das Labyrinth in den härtesten Teil des Schläfenbeins, das sog. Felsenbein. Neben dem ovalen Fenster besteht über die Membran des runden Fensters eine Verbindung zum Mittelohr und somit die Möglichkeit, hier die eingetretene Druckwelle wieder zu entlasten.
Isopressionskrankheit
Störung oder Vergiftung durch Einwirkung von Gasen bei gleichbleibender Druckeinwirkung.

ITLA
Abkürzung für Internationale Tauchlehrer Akademie. Diese wurde unter Trägerschaft der Universität Potsdam von drei gewerblichen Verbänden in Deutschland und dem deutschen Mitgliedsverband des Weltverbandes CMAS gegründet. Die ITLA bietet einen zweisemestrigen Studiengang an, der nach bestandener Prüfung zum Titel des in Deutschland staatlich anerkannten Tauchlehrers führt.

Jacke
An der Jacke des Naßtauchanzugs sollte die Kopfhaube fest angesetzt sein. Ein diagonal durchgehender Reißverschluß erleichtert das Anziehen, ebenso Reißverschlüsse an den Ärmel. Ein Schrittlatz verhindert das Verrutschen der Jacke. Die Jacke soll, ohne die Atmung zu behindern, möglichst eng sitzen, um einen optimalen Kälteschutz zu gewährleisten.

Jackets
sind die neuere Generation von Tarier-, Schwimm- und Bergungshilfen. Sie bieten ein hohes Maß an Bedienungskomfort, besonders, wenn sie mit einem ->Inflatoranschluß versehen sind. Auch Jackets müssen eine ->Druckluftflasche besitzen.
Es gibt 3 verschiedene Konzepte von Jackets:
Stabilizing-Jackets: Erkennungsmerkmal der klassichen Stablizing-Jackets ist die "umlaufende Luftblase". Diese Jackets sind so konstruiert, dass auch im Brust- und Schulterbereich, je nach Lage und Füllgrad, Luft und damit ->Auftrieb vorhanden ist. Sie zeichnen sich vorallem durch großes Volumen aus und bieten damit einiges an Sicherheitsreserven, sollte dringend etwas an die Wasseroberfläche zu befördern sein. Die Paßform ist meistens nicht so toll, außer eine Innenbebänderung ist integriert. Der Taucher hat in diesem Jacket die beste Postion an der Wasseroberfläche und unter Wasser machen sie dank der umlaufenden Luftblase noch in jeder Schwimmlage eine gute Figur. Bestens geeignet für Taucher (sicherheitsbewußte Tauchlehrer und Vieltaucher), die längere Aufenthalte an der Oberfläche einplanen müssen. Die Tarierhilfe wirkt hier fast wie ein Kissen. Außerdem bietet die rundum laufende Luftblase ebenfalls reichlich ->Auftrieb.
ADV-Jackets: Sie sind die kleinsten und damit auch die reisefreundlichsten Jackets. Einschalig, mit bester Paßform und passablem Auftriebsvolumen vereinigt das ADV-Konzept die meisten Vorteile in sich. Als erstes brachte die Firma SeaQuest diese Art von Jackets auf den Markt. Sie hatte einfach die herkömmlichen Stablizing-Jackets dadurch verändert, dass der Auftriebskörper im Bereich des Schlüsselbeins durch einen Schnellverschluß unterbrochen wird. Dieser kann durch seinen von unter in einer Schlaufe geführten Gurt das Jacket nahezu beliebig verlängern, bzw. verkürzen. So deckt es verschiedene Körpergrößen ab. Weiter Vorteile: Preiswert, mit viel Größenspielraum für alle möglichen "Körperformen" und leicht an- und auszuziehen.
Geringes ->Auftriebsvolumen ist der Preis für dieses Konzept. Unter Wasser "blubbern" sie manchmal gewaltig, wenn man sich umdreht.
Bestens geeignet für Einsteiger, Urlaubs- und Freizeitaucher. Mit diesen Jackets läßt sich sehr komfortabel und sicher tauchen.
WING-Jackets (auch Tek-Jackets genannt): Sie liefern den Auftrieb "en gros". Bedingt durch die Verlagerung des Auftriebskörpers nach hinten betten sie die Flasche ein. So liegt man unter Wasser gerade wie ein Brett in der Schwebehaltung. Führt man relativ viel Blei und damit auch viel Luft zur Tarierung mit sich, hat man seine Position bei diesem Jacketkonzept deutlich durch den starken Auf- und Abtrieb definiert. Man kann dann im Prinzip nur noch in dieser "geraden" Haltung schweben. Die meisten Hersteller versuchen dieses Manko mit Jackets, die im hinteren Bereich mit Bleitaschen ausgestattet sind, auszugleichen. Diese Bleitaschen sind zusätzlich im Rücken dicht neben der Flasche angebracht. So rückt der Drehpunkt zwischen Ab-und Auftrieb näher zusammen.
Durch das reichliche Platzangebot auf der Frontseite vieler WING-Jackets ist Platz für ganze Reserve-Flaschenpaktete oder Film- und Fotoausrüstung. Obwohl sie die schlechteste Position an der Wasseroberfläche besitzen, bekommen sie im Einsatz mit viel Ausrüstung beste Haltungsnoten. Bestens geeignet für Extemtaucher, Höhlen- und Tieftaucher sowie extrem equipmentlastige UW-Foto- und Videografen.

Joule-Thomson-Effekt

Wieso können ->Atemregler (=Lungenautomaten) überhaupt bei Temperaturen über 0 °C einfrieren? Auch wenn die Gesetze von ->Boyle und Mariotte sowie von ->Gay-Lussac dies ignorieren, üben Gasmoleküle schwache Anziehungskräfte aufeinander aus. Das führt bei sehr niedrigen Temperaturen sogar zum Aneinanderkleben der Moleküle, zur Kondensation als Flüssigkeit, die nach den obengenannten Gesetzen nicht eintreten dürfte. Unter hohem Druck, wenn sich die Moleküle erheblich näher kommen müssen, "hilft" diese Anziehungskraft dem Kompressor. Die überschüssige Energie tritt als zusätzliche Wärme auf. Wird das Gas später, nachdem es die Umgebungstemperatur angenommen hat, wieder entspannt, werden die Moleküle beim Auseinanderstreben durch die Anziehungskraft gebremst, das Gas kühlt sich ab. Entspannt man Luft von 200 bar auf 1 bar, kühlt sie sich um ca. 50 °C ab! Obwohl die Wärmezufuhr über die metallischen Bauteile des Druckminderes ("1.Stufe") eines Atemreglers diese Temperaturen erheblich mindert, sind Temperaturen unter 0 °C (Bildung von Eiskristallen) für die entnommene Luft kaum vermeidbar. Moderne Konstruktionen schließen durch Öl- oder Fettfüllungen den Zutritt von Wasser zu den kalten Bauteilen des Druckminderers aus, ohne die Druckübertragung zu behindern. Hohe Luftentnahmen, z.B. Füllen von Hebebojen oder übertriebene "Luftduschen" bei Wechselatmung erhöhen die Einfriergefahr. Die beste Vorbeugung ist ein kompletter Zweitautomat.

Kälte
Tauchen bei Kälte erfordert den kompletten Kälteschutz aller Taucher mit dichtschließender, am besten angesetzter Kopfhaube sowie einen reichlichen Luftvorrat. Ein frierender Taucher reagiert schlecht, kann nicht zupacken, verbraucht wesentlich mehr Luft. Ein unterkühlter Taucher gefährdet alle. Bei Kältezittern eines Tauchers tritt die ganze Gruppe den Rückweg an. Zu Aufwären nach dem Tauchgang: Warme Getränke, keinen Alkohol. Siehe auch ->Erfrierung.

Kälteeinfluß
siehe ->Hypothermie.

Kapillare
Die aus dem Herzen kommende Hauptschlagader teilt sich in ihrem Verlauf in immer kleiner werdende ->Arterien auf und mündet schließlich in sehr dünnen Gefäßen, die man als Haargefäße (Kapillaren) bezeichnet. Diese Gefäße sind nur noch von einer dünnen Epithelschicht umgeben, durch die der O2- bzw. CO2-Austausch und der Nährstofftransport entsprechend dem jeweiligen Konzentrationsgefälle zwischen Blut und Zelle erfolgt.

Kegelschnecke
siehe ->Vergiftung durch Meerestiere - Behandlungsmaßnahmen.

Kelvin-Temperatur
Absolute Temperatur, Formelzeichen = T, Maßeinheit = K (Kelvin).

Kettenvorfach
Ankervorfach, siehe ->Anker.

Knochen- und Knorpelgewebe
Diese Gewebe gehören zu den langsamsten Geweben, d.h. aufgrund der geringen Durchblutung (im Knorpelgewebe fehlen Gefäße) erfolgt die Auf- bzw. Entsättigung nur langsam, es ist ein sog. Langzeitgewebe.

Kohäsion
Zusammenhangskraft, siehe ->Gas, real.

Kohlendioxidabgabe
siehe ->Atmung.

Kohlendioxidteildruck
siehe ->Hyperventilationstetanie.

Kohlendioxidvergiftung
Kohlendioxid ist ein geruch- und geschmackloses Gas, das als Verbrennungsprodukt bei der vollständigen technischen und bei der biologischen Verbrennung anfällt. Für den Organismus stellt es den stärksten Atemreiz dar. Normalerweise enthält die Luft nur geringe Mengen von Kohlendioxid (ca. 0,03%). Bei unsachgemäßem Füllen steigt der CO2-Gehalt der Atemluft im ->PTG. Unter erhöhtem Umgebungsdruck kann jetzt die Giftigkeitsgrenze überschritten werden. Beim Atmen aus der Taucherweste wird der Sauerstoffvorrat der hierin abgeschlossenen Luftmenge mit jedem Atemzug verringert, und beim Ausatmen in die Taucherweste steigt der Kohlendioxidgehalt entsprechend. Bei dieser Pendelatmung werden schnell giftige Konzentrationen von Kohlendioxid erreicht. Eine oberflächliche Atmung mit Rückatmung der Ausatemluft aus dem überlangen Schnorchen (Totraumatmung) und eine verbrauchte oder defekte Atemkalkpatrone bei Sauerstoff-Tauchgeräten können ebenfalls zu einer Vergiftung führen. Anzeichen sind Lufthunger, Schweißausbrüche und Kopfschmerzen, Schwindelgefühl verbunden mit Übelkeit und Bewußtseinstrübungen mit allen Folgen unter Wasser. Beim Auftreten der Symptome ist der Tauchgang zu beenden, bei einem bewußtlosen Taucher ist eine Beatmung mit Sauerstoff durchzuführen.

Kohlenmonoxidvergiftung
Kohlenmonoxid ist ein geruch-, farb- und geschmacksloses Gas, das die Schleimhäute nicht reizt und deshalb unbemerkt seine Giftwirkung entfalten kann. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen (z.B. Benzin, Kohle, Holz) ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr. Beim Tauchen kann diese Vergiftung auftreten, wenn das Tauchgerät mit kohlenmonoxidhaltiger Luft gefüllt wird. Dieser Fall kann dann eintreten, wenn Auspuffgase des (mit einem Verbrennungsmotor angetriebenen) ->Kompressors oder Luft von einer stark befahrenen Straße über den Luftschlauch angesaugt werden.

Kollaps

siehe ->Hitzekollaps.

Kompensation
Bauliche Maßnahme in ->1. Stufe, damit Mitteldruck unabhängig vom Flaschendruck bleibt.

Kompaß
Ausstattung: Übersichtliche, in 360 Grad unterteilte Skala; leichtes Verdrehen darf nicht zu einem "Hängen" der Kompaßnadel führen; ein drehbarer, einrastender Außenring mit Nullmarkierung erleichtert das Markieren bestimmter Kurse. Außerdem sollte eine Peilrichtung vorhanden sein.

Kompressor
Atemluftkompressoren dienen zum Füllen von Tauchgeräten. Bis vor einigen Jahren war der Besitz von Atemluft-Hochdruck-Kompressor-Anlagen aufgrund der hohen Anschaffungskosten das Privileg von Füllstationen oder Tauchshops. Seit diese Kompressoren nun aber für unter 6000 DM zu haben sind, können sich immer mehr Tauchclubs und Tauchergruppen einen eigenen Kompressor zulegen. Diese Geräte sind besonders nützlich im Zusammenhang mit Tauchexkursionen und Tauchtörns, da sie mittlerweile nur noch wenig Platz beanspruchen und mit zwischen 40 und 50 kg Gewicht auch relativ gut transportierbar sind. Der große Vorteil für die Taucher liegt in der Unabhängigkeit von möglicherweise weit entfernten Füllstationen. Kompressoren verdichten, wie der Name sagt, normale ->Atemluft auf Hochdrücke zwischen 200 und 300 bar. Als Antriebsaggregate stehen wahlweise Elektro-, Benzin- oder Dieselmotoren zur Verfügung. Der Verdichtungsvorgang erfolgt in 3 oder 4 Stufen, die hintereinander geschaltet sind. Bevor die Preßluft in die Tauchflasche gelangt, wird sie mittels Wasser-/Ölabscheider und Filter gereinigt. Beim Füllen muß auf regelmäßiges Ablassen des Kondensats geachtet werden. Die Filterpatrone wird in kurzen Intervallen getauscht, um die Reinheit und Geruchlosigkeit der Atemluft zu gewährleisten.
Kompressorauspuffgase
siehe ->Kohlenmonoxidvergiftung.

Konditionstraining

siehe ->Flossenkraulen.

Konduktion
siehe ->Wärmeleitung.

Konstantvolumenanzug

siehe ->Trockentauchanzug.

Konvektion
siehe ->Wärmeströmung.

Korallen

Viele Korallen, Laich und Pflanzen sind sehr empfindlich gegen mechanische Belastung (z.B. Tritte mit Flossen). In Jahrzehnten gewachsene Geweih- und Tischkorallen sind trotz ihres Alters zerbrechliche Gebilde, die einem überbleiten UW-Fotografen nicht widerstehen und abbrechen. Schäden durch ->Sedimentation und mechanische Zerstörung können und müssen durch eine exakte ->Tarierung und entsprechenden Abstand zum Bodengrund minimiert werden. Anfänger, die sich noch nicht perfekt tarieren können, sollten in Gewässer mit sensiblem Pflanzenbewuchs und in unberührte Korallenriffe nicht mitgenommen werden. Auch von der Durchführung von Geräteübungen in derartigen Gewässern ist abzuraten. UW-Fotografen sollten trainieren, ihre Motive im schwebenden Zustand zu fotografieren.

Koronargefäße
Herzkranzgefäße.

Körperhöhle

Sind beim Tauchen von Bedeutung, da sich der Druck innerhalb dieser Höhlen dem steigenden bzw. fallenden Umgebungsdruck anpassen muß.

Körperkerntemperatur
Beträgt beim Menschen altersabhängig im Durchschnitt 37 °C, zeigt aber periodische Tagesschwankungen. So sinkt die Kerntemperatur während der Nacht und am frühen Morgen auf Werte um 36,8 °C ab und steigt gegen Mittag und Nachmittag auf Werte um 37,4 °C wieder an.

Kreislauf
Der Blutkreislauf besteht aus einem geschlossenen System, in dem das Blutvolumen zirkuliert. Injiziert man einen Farbstoff in die Armvene, so läßt sich dieser Farbstoff nach 23 Sekunden an der Injektionsstelle wieder nachweisen. Die Kreislaufzeit beträgt also nur 23 Sekunden.

Kreislaufstörung
siehe ->Black-out-Ursachen, sonstige.

Kunstlicht
Wichtig für UW-Aufnahmen mit Kunstlicht ist, dass die Beleuchtung (Helligkeit) in jeder Richtung abnimmt; für rot sollte der Lichtweg (Lampe-Objekt-Kamera) deshalb besonders beachtet werden.

Labyrinth
Bogengänge im Ohr.

Labyrinthschock
Zeigt sich durch Orientierungsverlust und auch Bewußtlosigkeit beim Barotrauma des Mittelohrs.

Lageorientierung
Beim Menschen erfolgt die Orientierung im Raum im wesentlichen an der Richtung der Schwerkraft. An Land werden Abweichungen aus dieser Lagebeziehung vom ->Innenohr registriert und neben anderen Systemen auch durch veränderte Druckeinwirkung auf einzelne Körperteile registriert. Im freien Wasser entfällt infolge der gleichmäßigen Druckwirkung diese für unsere Orientierung wesentliche Information. Damit gewinnt das optische System zur Kontrolle der Lagemeldung des Innenohrs wesentlich an Bedeutung. Kann aber das optische System infolge fehlender Bezugspunkte, z.B. bei Aufstieg oder Abstieg im freien Wasser, diese Kontrolle nicht mehr durchführen, kann der ->Gleichgewichtssinn erheblich gestört werden.

Laichgebiete
siehe ->Korallen und ->Umweltschutz.

Laryngospasmus
Stimmritzenkrampf.

Larynx
Kehlkopf.

Leukozyten
Weiße Blutzellen.

Licht
Das Sehen beruht auf der Fähigkeit des Auges, Licht zu empfangen. Der Lichtreiz auf der Netzhaut wird vom Gehirn zum Seheindruck verarbeitet. Damit ein Gegenstand sichtbar wird, muß vom ihm Licht ausgehen und in unser Auge gelangen. Um Bildeindrücke und Farben erkennen zu können, sind Linsen und Sehzellen erforderlich.
Unter Wasser liegen für das Sehen des Tauchers etwas andere Verhätnisse als in der Luft vor. Lichtstrahlen, die auf die Wasseroberfläche auftreffen und in das Wasser eindringen, unterliegen folgenen Einflüssen:
- ->Refraktion
- ->Streuung
- ->Absorption

Lichtbrechung
Hängt damit zusammen, dass die Lichtgeschwindigkeit in der Luft ungeähr 1,33 mal so groß wie im Wasser ist. Bedingt durch die ->Brechung erscheinen Entfernungen unter Wasser auf 3/4 ihrer tatsächlichen Größe verkürzt, und Objekte erscheinen unter Wasser auf 4/3 ihrer wahren Abmessungen vergrößert.

Lichtgeschwindigkeit
iehe ->Lichtbrechung.

Lichtweg

siehe ->Kunstlicht.

Logbuch
Dient zur Kontrolle der Tauchgänge insgesamt und ihrer Daten. Siehe auch ->Taucherpaß.

Long John
Wenn die Hose des Naßtauchanzugs den Oberkörper mit umschließt.

Luft
Im Mittel stehen über jedem Quadratzentimeter Erdoberfläche in Meereshöhe ca. 1 kg Luft mit einer Gewichtskraft von 10 N (Newton). Deshalb herrscht dort ein Luftdruc von 10 N/cm2 = 1 bar.

Luftdruck
An der Wasseroberfläche beträgt 1 bar, sofern sich das Tauchgeässer in Meereshöhe oder in einer Höhe bis 250 m darüber befindet.

Luftdusche

Befindet sich am Ventil der ->Druckluftflasche.

Luftembolie
Wenn eine direkte Verbindung von Blut und Luft besteht (möglich beim Barotrauma der Lungen), können Luftbläschen in das Blutgefäßsystem übertreten und auf diesem Weg in lebenswichtige Organe (Gehirn, Herz) gelanden und dort Luftembolien auslösen.

Luftfilterung
Beim ->Kompressor kann Atemluftqualität nur durch mehrfache Filterung der angesaugten Luft erreicht werden.

Luftlieferleistung
Der ->Atemregler soll eine Luftlieferleistung von mindestens 300 bar l/min besitzen.

Luftmenge
Strenggenommen müssen Luftmengen in Kilogramm angegeben werden. Der Taucher kennt aber zahlenmäßig nur Volumen und Fülldruck der Preßluftflasche. Bei 1 bar und 18 Grad Celsius hat trockene Luft eine Dichte von 1,20 g/l. Mit der Festlegung 1 bar = 1,20 g Luft ermöglicht man dem Taucher, eine Luftmenge einfach als Produkt aus Druck und Volumen anzugeben ->Gesetz von Boyle und Mariotte.

Luftverbrauch
Bei Luftverbrauchs- und Tauchzeitberechnungen wird der Luftverbrauch während des Ab- und Aufstiegs nicht gesondert berechnet, sondern es wird so gerechnet, als ob die gesamte Tauchzeit in der angegebenen Tiefe verbracht wird. Der Luftverbrauch auf den Dekompressionsstufen (=Dekostufen, ->Austauchstufen) muß selbstverständlich gesondert berechnet werden.

Luftvorrat

Der Luftvorrat entspricht der mitgeführten Luftmenge in der Preßluftflasche.

Lungenautomat
2. Stufe des Atemreglers, in dem der Mitteldruck auf den jeweilig herrschenden Umgebungsdruck reduziert wird, siehe auch ->Atemregler.

Lungenödem
Wasseransammlung in der Lunge (z.B. beim Barotrauma der Lunge).

Lungenüberdruck
Als Ursache der ->Barotraumas kann aus psychischem Fehlverhalten beim Tauchen entstehen, wie z.B. beim ->Panikaufstieg.

Lungenunterdruckbarotrauma
Entsteht beim Tauchen in die Tiefe, wenn das Residualvolumen (Restvolumen) unterschritten wird.

Lungenvolumen
siehe ->Gesamtlungenvolumen.

Lymphe
Ist die Flüssigkeit, die sich in den Lymphgefäßen und in den Gewebsspalten befindet. Sie stammt überwiegend aus der Blutflüssigkeit. Diese wird bei der Passage durch die ->Kapillaren z.T. aus der Blutbahn herausgepreßt und heißt nun Gewebsflüssigkeit. Sie durchtränkt die Gewebe, indem sie die Zwischenräume zwischen den Zellen durchströmt und auf diesem Weg auch diejenigen Zellen mit Nährstoff und Sauerstoff versorgt, zu denen keine Kapillaren hinführen. Der Rückstrom aus diesem Bereich wird durch Lymphkapillaren kanalisiert, die sich zu größeren Lymphgefäßen vereinigen und schließlich in Herznähe in die große Körpervene und damit wieder zurück ins Blut münden. Die Menge der Lymphe ist ca. viermal so groß wie die des Blutes.

Magen
Ist eine Körperhöhle im Bauchraum. Im oberen Teil des Magen, der sein Volumen durch die Muskelwand seinem Füllungszustand anpaßt, befindet sich immer eine wechselnd große Luftblase, die sog. Magenblase.

Maske-Ausblasen
In der Tauchausbildung hat das Erlernen des Maske-Ausblasens vorrangige Bedeutung. Unbedingt anzustreben ist dabei die Entwicklung der Fähigkeit, die Maske automatisch (also ohne eine vorangehende Überlegung des technischen Ablaufes) und später mit einer Lungenfüllung 2-3mal ausblasen zu können.
Masse
Hat als Maßeinheit kg (Kilogramm) und das Formelzeichen m.

Mediastinalemphysem
Luftansammlung im Mittelfellraum.

Medic First Aid

Erste-Hilfe-Kurs des Tauchausbildungsverbandes ->PADI.

Medulla Oblongata
Atemzentrum im verlängerten Rückenmark.

Meereshöhle

siehe ->Tauchen in Meereshöhlen.

Meereswasser
siehe ->Salzwasser.

Membrantiefenmesser
iehe ->Tiefenmesser.

Messer
Verletzungs- und verlustsichere Beinscheide, stabile rostfreie Klinge mit einer scharfen Schneide und einem Stück Wellenschliff. Weil das Messer vorwiegend als Werkzeug verwendet wird, soll die Materialdicke der Klinge im Griff gleich bleiben.

Meßinstrumente
sind ->Dekompressiometer
->Kompaß
->Tiefenmesser
->Uhr

Mitteldruck
siehe ->Atemregler.

Mitteldruckabgang
Liefert Luft unter einem reduzierten Druck. Schläuche, die an solchen Abgängen angschlossen sind, führen zu der ->Zweiten Stufe des Atemreglers, der Zweiten Stufe des Oktopus, dem ->Inflator des Jackets, den Inflatorventilen des Trockentauchanzuges, etc.

Mitteldruckschlauch
siehe ->Atemregler.

Mitralklappe
Segelklappe in linker Herzhälfte.

Mundaufblasvorrichtung
Vorrichtung jeder Taucherweste, die es dem Taucher erlaubt, die Weste mit dem Mund aufzublasen. Sie muß einhändig erreichbar und zum Mund führbar sein. Sie muß das Atmen aus der Taucherweste ausschließen.

Mund-zu-Mund-Beatmung
Hat sich bewährt in Notfallsituationen zum Beatmen der Lungen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Nase verschlossen ist. Wichtig ist dabei, dass bei der Beatmung der Kopf nach rückwärts überstreckt gehalten wird.
Bei der Durchführung der Beatmung muß auf die Effektivität der Maßnahme geachtet werden: Beobachten, ob sich der Brustkorb hebt und senkt, Fühlen oder hören, ob die eingeblasene Luft wieder entweicht.

Mund-zu-Nase-Beatmung
Hat sich bewährt in Notfallsituationen zum Beatmen der Lungen. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Mund luftdicht zugedrückt wird. Wichtig ist dabei, dass bei der Beatmung der Kopf nach rückwärts überstreckt gehalten wird. Bei der Durchführung der Beatmung muß auf die Effektivität der Maßnahme geachtet werden: Beobachten, ob sich der Brustkorb hebt und senkt, Fühlen oder hören, ob die eingeblasene Luft wieder entweicht.

Muskelgewebe

Das Besondere des Muskelgewebes ist die belastungsabhängige Änderung der Durchblutung. Daraus folgt, dass sich die Halbsättigungszeiten bei Arbeit stark verkürzen. Deshalb ist grundsätzlich zu empfehlen, die Dekozeiten auf den entsprechenden ->Dekostufen schwimmend und nicht bewegungslos liegend zu verbringen.
Muskelzuckungen
siehe ->Hitzekrämpfe.

Nachttauchgang
Ist ein Beobachtungstauchgang und kein Tief-oder Langstreckentauchgang. Nachttauchgänge werden nur an bekannten, strömungsfreien oder strömungsgeschützten Tauchgründen und am besten bei Vollmond durchgeführt. Die Gruppen sollen aus erfahrenen Tauchern bestehen. In einer Gruppe (max. 3 Personen) darf nur ein Neuling mittauchen. Jeder führt eine Lampe und jede Gruppe zusätzlich eine Reservelampe oder einen Leuchtstab mit. Lichtsignale müssen vor dem Tauchgang abgesprochen werden. Vom Ufer: Die Einstiegsstelle ist mit einem Lichtsignal zu kennzeichnen. Fremde Lichtquellen sollten nicht genutzt werden, da sie nicht beeinflußbar sind. Vom Boot: Der Bootführer bleibt an Bord. Helles, weißes Rundumlicht setzen sowie einen Leuchtstab oder eine UW-Lampe ins Wasser hängen.
Bei Nachttauchgängen im Meer sind vorschriftsmäßige Sichtzeichen zu führen. Ein Kompaß ist zu empfehlen, das gilt auch für längere Tagesturns mit dem Schiff. Achtung: Stahl lenkt die Kompaßnadel bei zu naher Lagerung ab.

Nachttauchen
Tauchgänge in der Dunkelheit, die oft schon in der späten Abenddämmerung begonnen werden. Besonders reizvoll zur Beobachtung und Fotografie von Kleintieren.

Nasenebenhöhlen
Luftgefüllte und mit Schleimhäuten ausgekleidete Räume im Schädelknochen, die mit der Nasenhöhle in Verbindung stehen wie Keilbein-, Stirn- und Kiefernhöhle und die Siebbeinzellen. Sind durch Kanäle mit dem Nasenraum verbunden und werden beim Druckausgleich mitbelüftet.

Nasstauchanzug

Eng geschneiderter Neoprenanzug in unterschiedlichen Stärken, bei dem Wasser eindringt. Es bildet zwischen Haut und Anzuginnerem durch Körperwärme eine wärmeisolierende Schicht. Bei schlecht sitzende Anzügen erfolgt schnell ein Wasseraustausch mit der Umgebung und einem vorzeitigen Auskühlen des Körpers.

Neopren
Synthetischer Kautschuk als Ausgangsmaterial für Tauchanzüge, der bei der Produktion mit Gas aufgeschäumt wird. Diese eingeschlossenen Mikroblasen übernehmen den größten Teil der Wärmeisolation von Tauchanzügen. Unter Druck (Tiefe) ist Neopren komprimierbar und verändert sein Auftriebs- und Isolierverhalten.

Neunziger Regel

Formel zur einfache Berechnung der Nullzeit bei Ersttauchgängen (90 minus geplante, doppelte Tauchtiefe). Diese Formel ist aber sehr unsicher und wird heute nicht mehr verwendet.

Nitrox
Atemgasmischung mit im Vergleich zu Pressluft erhöhtem Sauerstoff-Anteil auf Kosten des Stickstoffs. Vorteil: Längere Nullzeiten, kürzere Dekompression, geringere Tiefenrausch-Gefahr.

No-Flight-Time
Zeitraum, der den noch in Geweben verbliebenen Reststickstoff berücksichtigt und in dem nicht geflogen werde sollte. Er wird von den Tauchcomputern nach unterschiedlichen Modelle errechnet und angezeigt.

Non-Limit-Tauchen
Kundenfreundliche Angebote von Basen und Tauchreiseveranstaltern, bei dem soviel getaucht werden kann, wie der Gast es möchte, ohne dass einzelne Tauchgänge oder Pakete zu bezahlen sind.

Notaufstieg
Direktes Aufsteigen zur Oberfläche im Notfall. Nicht ungefährlich uns sollte als kontrollierter Aufstieg unter Einhaltung der wichtigsten Regeln und unter Aufsicht des Tauchpartners erfolgen.

Notflaschen

Kleine Pressluftflaschen, die an einige Jackets als Zubehör angeboten werden und in der Vergangenheit als Standard einer jeden Rettungs- und Tarierweste gehörten. Das Volumen dieser Flasche liegt in der Regel bei 0,5 Liter und einem Fülldruck von 200 bar.

Nullzeit
Abhängig von der Tiefe. Die Tauchzeit, in der direkt zur Oberfläche zurückgekehrt werden kann, ohne Dekostops einlegen zu müssen.

Nullzeittabelle
Tabelle, die Tiefe und Tauchzeiten beinhaltet, die sich im Rahmen der Nullzeit befinden. Sie gibt keine Dekozeiten und -tiefen an.

Oberflächenpause

Zeitintervall zwischen zwei Tauchgängen. Unterschiedlich lange Oberflächenpausen werden auch von Tabellen und Tauchcomputern berücksichtigt.

Off Shore Taucher

Sammelbegriff für professionelle Taucher, die im Off Shore Bereich in großen Tiefen mit Mischgas tätig sind und meist Technische- und Wartungsarbeiten an Öl- und Erdgasfördersystemen verrichten.

OK-Zeichen
Sigal unter sowie über Wasser, das andere mitteilt, dass alles in Ordnung ist. Daumen und Zeigefinger bilden mit ihren Spitzen einen O-förmigen Kreis.

Oktopus
Eine zusätzliche Luftversorgung in Form eines Automaten, die ebenfalls mit dem Hauptdruckminderer verbunden ist. Der Oktopus, meist gelb gekennzeichnet und mit einem längeren Schlauch versehen, dient in der Regel dazu, einen Partner ohne Luft mitzuversorgen.

Optische Masken
Herkömmliche Tauchmasken, in denen optische Gläser eingearbeitet sind.

Pilotventile
Kleines Steuerungsventil in der Zweiten Stufe, das den Öffnungsvorgang des Hauptventils unterstützt. Pilotventile gestatten eine leichte Atmung, da wenig Kraft zum Öffnen des Hauptventils erforderlich ist.

Pressluft
Atmosphärische Luft in komprimierter Form und mit unterschiedlichem Betriebdruck.

PTG
Gängige Abkürzung für „Pressluft-Tauch-Gerät“.

Rechteckprofil
Beschreibung eines Tauchgangprofils, das aus der Ab- und Ausstiegsphase besteht und bei dem die maximale Tiefe während eines Tauchgangs ohne nennenswerte Veränderungen bis zum Aufstieg beibehalten wird.

Rebreather
Wiederatmer. Andere Beschreibung von Kreislaufgeräten, wobei zwischen geschlossenem und halboffenem Kreislauf nicht unterschieden wird. Der Begriff wird aber zunehmend für halboffene Nitrox-Kreislaufgeräte verwendet.

Redundanz
Sammelbegriff für das mehrfache Vorhandensein gleicher, technischer Systeme. Beim Tauchen steht Redundanz für die Mehrfachauslegung von Flaschen und Atemreglern, um bei Ausfall eines Systems dieses durch ein anderes vollständig ersetzen zu können.

Reels
Seilrolle mit einem dünnen Führungs- oder Sicherungsseil. Wird beim Wrack-, Höhlen- und Eistauchen verwendet. Kommt auch bei Dekostops im Freiwasser zum Einsatz, wenn keine Anker- oder Dekoleine vorhanden ist, um einen Bezugspunkt zu schaffen.

Residualvolumen
Bezeichnung für das Luftvolumen in der Lunge, das in dieser nach maximaler Ausatmung noch verbleibt. Ergibt zusammen mit der Vitalkapazität (maximales Einatemvolumen nach vorheriger, völliger Ausatmung) die Totalkapazität der Lunge.

Reststickstoff
Menge an Stickstoff, die sich nach einem (mehreren) Tauchgang noch in den Geweben befindet und nicht abgeatmet werden kann.

Rückschlagventil

Kleines Ventil, das nur in eine Richtung öffnet und ein Medium nur in diese strömen lässt. Es findet sich z. B. beim Lungenautomaten als Ausblasventil, in Masken Schnorchel oder bei Trockentauchanzügen.

Schnellabwurf
Vorrichtung zum schnellen Entledigen des Tauchgerätes oder eines Bleigurtes im Notfall. Geläufig sind dabei die sogenannten Schnellabwurfschnallen.

Schnorchel

Gebogenes Kunststoffrohr von maximal 35 Zentimeter Länge und mit einem Mundstück versehen. Der Schnorchel gestattet dem Benutzer an der Oberfläche zu schwimmen, ohne dabei den Kopf aus dem Wasser heben zu müssen.

Schrittgurt
Durch den Schritt verlaufender Gurt zur besseren Fixierung von Westen, Jackets und voluminösen Tauchgeräten am Körper des Tauchers.

Schwimmbad Black out
Plötzlicher Bewusstseinsverlust bei Zeit- oder Streckentauchen. Wird oft durch Hyperventilation und einem damit verbundenen Sauerstoffmangel hervorgerufen.

Schwimmbadflossen
Leichte Trainingsflossen mit geschlossenem Fußteil, gedacht für die Benutzung im Schwimmbad oder an flachen Strandabschnitten.

Scooter
Elektrisch betriebenes Unterwasserzuggerät für Taucher oder schweres Gerät, wird in verschiedenen Versionen und Leistungsstärken von einigen spezialisierten Herstellern angeboten.

SCUBA
Englische Abkürzung für Self Contained Underwater Breathing Apparatus. Gemeint ist damit ein herkömmliches Presslufttauchgerät mit offenem Kreisalauf.

Sicherheitsleine
Führungsseil beim Eis-, Wrack- oder Höhlentauchen.

Sicherheitsstop
Empfohlener Stop auch nach Nullzeittauchgängen von etwa fünf Minuten in drei bis fünf Meter Tiefe, um maximal überschüssigen Stickstoff abzuatmen. Wird bei geführten Tauchgängen in der Regel eingelegt.

Sinterfilter
Filter aus winzigen Kunststoff- oder Bronzekügelchen an der Ersten Stufe, der dazu dient, Verschmutzungen aus dem Gerät von den Steuerteilen des Druckminderes fernzuhalten. Wird bisweilen aus gleichen Gründen auch am Steigrohr von Geräteventilen angebracht.

Stickstoff
Chemisch reaktionsträges, geruchloses Gas, das fast 97 Prozent der Atemluft ausmacht. Unter Druckerhöhung löst es sich physikalisch in den Geweben und diffundiert bei Drucksenkung nur langsam. Dieser Umstand ist für etliche Tauchunfälle (Dekompressionsunfälle) verantwortlich. Stickstoff macht Dekompressionsphasen und –stufen unvermeidbar.

Stickstoffnarkose
Stickstoff wirkt im Atemgemisch bei Erhöhung seines Partialdrucks narkotisierend, was schon bei Tiefen um die 40 Meter auftreten kann (Tiefenrausch). Die Stickstoffnarkose ist auch von Körper- und Tagesform des Tauchers abhängig. Die Symptome können durch Aufsuchen geringerer Tiefen wieder verschwinden.

Tarierung
Gezieltes Steuern des Auf- und Abtriebs eines Tauchers im Wasser, wobei in der Regel eine neutrale Tarierung, d. h. ein Schwebezustand, erreicht werde sollte. Über eine gezielte Tarierung lassen sich Auf- und Abstiegsgeschwindigkeit steuern und der Abtrieb des mitgeführten Bleis kompensieren.

Tarierweste
Frühere Tarierhilfe vor Einführung des Jackets, auch unter Rettungs- und Tarierweste (RTW) bekannt. Hauptmerkmale sind die Tarierfunktion über einen Tarierschlauch und Inflator, die Rettungsfunktion um den Benutzer zur Oberfläche zu bringen wie Gewährung einer ohmachtssicheren Schwimmlage an der Oberfläche und Signalfunktion durch eine grelle Farbgebung.

Tauchboje
Kleine Markierungsboje, die Taucher unter Wasser mit sich ziehen, um an der Oberfläche Boote auf sich aufmerksam zu machen, um so den Platz weiträumig zu umfahren. Dient auch zur Lokalisierung von Tauchgruppen im Wasser oder von der Brücke von Taucherschiffen.

Taucherglocke

Nach unten offener Behälter, der mit Pressluft gefüllt ist und Arbeiten unter Wasser ermöglicht. Taucherglocken sind im Gegensatz zu den auf dem Grund stehenden Caissons, die dem gleichen Zweck dienen, frei beweglich aufgehängt.
Tauchfahrt
Tauchgang in einer Druckkammer zu Simulierung eines Abstiegs, zu Behandlungsgründen oder aus Testzwecken für Gerätschaften.

Taucherplattform
Plattform zu Ausbildungszwecken, meist in drei bis fünf Meter Tiefe aufgestellt. Vermittelt Sicherheit und verhindert störende Sedimentaufwirbelung während der Übungen. Zudem wird durch die Plattform der Gewässergrund geschützt.

Taucheruhr
Wasserdichter Zeitmesser für Taucher in analoger, digitaler oder kombinierter Form. Taucheruhren sollten gut ablesbar und wasserdicht bis mindestens 100 Meter sein, eine verschraubbare Krone haben und einen nur nach links drehbaren Tauchzeitring besitzen. Einige Modelle verfügen zudem über einen integrierten Tiefenmesser oder sind sogar als zusätzliche Mini-Tauchcomputer ausgelegt.

Tauchgangsplan
Besteht nicht nur aus der Planung von Maximaltiefen, Zeiten oder möglichen Dekostops. Er sollte alle Minimal- und Maximalanforderungen wie auch mögliche spontane Änderungen beinhalten, relevante Gewässerfaktoren berücksichtigen und Alternativen darlegen. Ein überlegter Tauchgangsplan ist die Basis für jeden sicheren Tauchgang.

Tauchgangsprofil
Schematische Darstellung eines Tauchgangs. Beinhaltet gezeichnete Infos über Tiefe, Zeit, markante Plätze, Strömungsverläufe und vieles mehr. Bei vielen Tauchcomputern lassen sich abgewickelte Profile im Nachhinein mit entsprechender Software am PC nachvollziehen und auswerten.

Tauchreflex
Angeborener Reflex von Säugetieren beim Eintauchen in das Wasser. Puls- und Atemfrequenz werden dabei reflektorisch reduziert.

Tauchtauglichkeit
Nachweis über die medizinische Unbedenklichkeit, den Tauchsport auszuüben. Dieses wird durch ein entsprechendes ärztliches Attest belegt und wird von vielen Tauchschulen neben dem Brevet als Grundvoraussetzung verlangt, bevor getaucht werden darf. Es sollte alle zwei Jahre erneuert werden.

Technical Diving
Oberbegriff für taucherische Aktivitäten über die Grenzen des Tauchsports hinaus. Dabei liegt der Schwerpunkt in Tiefen, erweiterten Gasgemischen und umfangreicherer Ausrüstung, abhängig von den gesetzten Zielen und Aufgaben wie tiefliegende Wracks, Höhlen oder maximale Tiefen.

Teildruck
Auch Partialdruck (Pg) genannt. Kennzeichnet in Gasgemischen idealer Gase den anteiligen Druck der jeweiligen Gase, die in ihrer Summe den Gesamtdruck ergeben.

Teilsättigung
Dieser Begriff steht für die anteilige Sättigung eines Körpergewebes mit einem bestimmten Gas.

Tiefenmesser
Ein Messinstrument, das dem Taucher die aktuelle Tiefe anzeigt. Bei Tiefenmessern gibt es diverse Funktionsprinzipien unterschiedlichster Genauigkeit. Besonders präzise sind elektronische Messungen, heue fester Bestandteil eines jeden Tauchcomputers.

Totraum

Bezeichnet beim Tauchen Räume, in denen kein Gasaustausch (Sauerstoff/Kohlendioxyd) stattfindet. Ist das Volumen eines Totraums zu groß, wird dieselbe Luftmenge beim Atemvorgang nur hin und her bewegt mit der Folge eines gefährlichen Sauerstoffmangels.

Trimix
Atemgasgemisch aus Sauerstoff, Helium und Stickstoff. Wird bei Tieftauchgängen jenseits der 50-Meter-Grenze eingesetzt, um die gefährlichen Folgen des narkotisierenden Stickstoffs zu minimieren. Tauchen mit Trimix macht eine spezielle Ausbildung und eine umfangreiche Logistik erforderlich.

Trockentauchanzug

Tauchanzug, auch Konstantvolumenanzug (KVA) genannt. Verfügt über einen wasserdichten Reißverschluss und Manschetten. Wesentliches Merkmal sind ein Ein- und Auslassventil sowie eine integrierte oder separate Kopfhaube und meist angesetzte Füßlinge. Wird in den unterschiedlichsten Variationen und Materialien angeboten.

Trommelfellriss
Perforation des Trommelfells durch mechanische Beschädigung oder durch zu große Druckdifferenzen zwischen Außen- und Mittelohr (fehlender Druckausgleich). Kann unter Wasser zu gefährlichem Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen führen sowie zu späteren Infektionen des Innenohrs durch nachfolgenden Wassereinbruch.

Unterkühlung

Wärmeverlust des Körpers über Haut und Atmung. Beim Tauchen liegen die Ursachen meist in zu dünnen oder beschädigten Anzügen, kaltem Wasser, zu großen Tiefen, zu langen Tauchzeiten oder auch in speziellen Gasgemischen. Unterkühlung wird in drei Stufen eingeteilt und kann zu schweren körperlichen Schäden und im schlimmsten Fall zum Tode führen.

Upstream Ventil
Ventilkonstruktion, die meist bei Druckminderen Verwendung findet und bei der das Ventil gegen den Druck öffnet. Downstream=mit dem Druck öffnend. Upstream-gesteuerte Erste Stufen sind heute kaum noch gebräuchlich, da bei Defekt keine Luft mehr zum Lungenautomaten geliefert wird.

Ventil DIN
Weit verbreiteter Ventilanschluss mit Schraubgewinde (R3/4), bei dem der Druckminderer en Handrad zum Verschrauben besitzt.

Ventil INT
International gängiger Ventilanschluss mit einem Überwurfbügel, der mit dem Ventilkörper über einem Schraubbolzen verspannt wird.

Vereisung
Plötzliche Eisbildung, vorzugsweise im Druckminderer mit nachträglicher Behinderung einer normalen Luftversorgung. Entsteht oft durch zu feuchte Luft im Tauchgerät, verbunden mit schneller Abkühlung durch schnelle Druckreduzierung und hohe Durchflussgeschwindigkeit, besonders in kalter Umgebung.

Vollgesichtsmaske
Tauchmaske, die das gesamte Gesicht umschließt und in die der Lungenautomat fest integriert ist. VG-Masken sind oft mit Kommunikationseinrichtungen versehen und werden vorzugsweise in der Berufstaucherei verwendet.

Wadenkrämpfe

Krampfhafte, schmerzhafte Muskelkontraktionen im Bereich der Waden von meist kürzerer Dauer. Wird durch Sauerstoffmangel wie Überanstrengung und schlechte Durchblutung hervorgerufen.

Wärmestau
Extreme Überhitzung der Körperorgane infolge mangelnder Wärmeabgabe. Kann bei schnellerer Steigung bis zum Hitzeschlag führen.

Wärmeverlust
Abgabe von Wärme an die Umgebung. Beim Tauchen auf Dauer nicht vermeidbar. Kann aber durch entsprechende Schutzkleidung verlangsamt werden.

Westenautomat
Eine Art Oktopus, der allerdings an den Falten / Tarierschlauch eines angeschlossen und über einen großvolumigeren Inflatorschlauch mit Luft versorgt wird.

Wing
Zusätzlicher Antriebskörper für Jackets, der im Rückenbereich montiert ist. Wird als erweiterte Auftriebshilfe oft von Tec-Taucher verwendet.

Zeichensprache
Nonverbale Kommunikation mittels international gültiger Handzeichen. DieUW-Zeichensprache muss jedem Taucher bekannt sein. Bei speziellen Tauchgängen können vom Team weitere individuelle Zeichen verabredet werden.

Zeitzuschlag
Die Zeit, die bei Wiederholungstauchgängen der effektiven Tauchzeit hinzu zu addieren ist, mit der noch vorhandener Reststickstoff in den Körpergeweben aus den vorhergehenden Tauchgängen berücksichtigt wird.


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